Ekiba2032 — Prozess zum Rauenberger Gemeindehaus

 

FAQ zum Verkaufsprozess

 

Die Kirchengemeinden des Kirchenbezirk Südliche Kurpfalz sind wie alle Gemeinden
Badens aufgerufen im Strategieprozess der Evangelischen Landeskirche Baden ekiba2032 sich neu zu formieren. 30% weniger Finanzmittel werden bis 2032 den Kirchengemeinden zur Verfügung stehen. Die Landeskirche hat deshalb einen
Prozess initiiert, der mit allen Beteiligten diese Veränderung der kirchlichen Landschaft diskutiert und neue Arbeitsformen sucht. Neben der Reduktion der finanziellen Mittel geht es um eine Transformation von kirchlichen Angeboten. Durch die Bildung von Kooperationsräumen soll die kirchliche Arbeit neu ausgerichtet werden.
Glaube soll auch in Zukunft Orientierung bieten und Kirchengemeinden bleiben Orte von Gemeinschaft, die Menschen miteinander verbindet.
Der Bezirkskirchenrat hat eine Strategiegruppe berufen, die sich vor den Kürzungen vor allem inhaltlich mit der Kirche der Zukunft beschäftigt hat. Viele Gespräche, Besuche, Sitzungen fanden seither statt. In vier regionalen Visitationen in den letzten beiden Jahren wurden die Regionen besucht und dabei Zielvereinbarungen für die zukünftige Arbeit getroffen.
alle Infos zum Prozess finden Sie unter www.ekisuedlichekurpfalz.de/ekiba2032
 

 
 
Zur landeskirchlichen Finanzierung der kirchlichen Gebäude:
  • Der Gebäudebestand muss auf 30 bis 45% gesenkt werden, damit dieser weiterhin nachhaltig finanziert werden kann. Dabei geht es um die Anzahl der Gebäude und nicht um deren Fläche.
  • Alle Gebäude in der Südlichen Kurpfalz wurden besichtigt und neu bewertet.
  • Nach Gesprächen mit allen Beteiligten erarbeitete der Bezirkskirchenrat einen Kürzungsbeschluss pro Region.
Die landeskirchlichen Quoten zu den grünen, gelben und roten Gebäuden stecken den Rahmen, in dem sich die Entscheidungen des Bezirkskirchenrats Südliche Kurpfalz wiederfinden. So sind neben den fünf hellgrünen Gebäuden, die wegen einer Baulast eines anderen Trägers (Pflege Schönau oder Kommunen) nicht durch Bezirkskirchenrat bewertet wurden, 15 Gebäude mit ‚grün‘,12 mit ‚gelb‘ und 13 mit ‚rot‘ im Kirchenbezirk zu bewerten.
 

 
Die Kirchengemeinden Baiertal-Dielheim, Schatthausen, Walldorf, St. Leon-Rot und die Paulus- und Petrusgemeinde Wiesloch bilden die Region Südost.

Die Bescheide der Gebäudequalifizierung und Personalstellenplanung betrachten diese Region zusammen.
Die Region Südost wurde im Rahmen der regionalen Visitation besucht und verabredete Ziele in der Zusammenarbeit. Die Hauptamtlichen arbeiten ab 2024 in einer Dienstgrupppe zusammen.
 

Die Entscheidung über Gebäudeklassifizierung traf der Bezirkskirchenrat am 11.11.2023 nach einem langen Beteiligungsprozess. In allen Regionen gab es dazu Visitationswochen.  Im Januar 2023 wurden die Verantwortlichen aller Gemeinden bei einer Veranstaltung in Oftersheim informiert.  Rückmeldungen aus allen Gemeinden wurden gesammelt. In der Paulusgemeinde gab es dazu auch eine Gemeindeversammlung am 22.01.2023.
Außer den landeskirchlichen Vorgaben, die leitend sind, hat der Bezirkskirchenrat weitere maßgebliche Kriterien angewendet:
Die aus den bisherigen Regionen gebildeten Kooperationsräume Nordwest, HoRAN, Südost, Mittlerer Leimbach müssen mit Gebäuden (und Personal) so ausgestattet sein, dass eine vielseitige, arbeitsteilige und vernetzte kirchliche Arbeit vor Ort und regional möglich ist. Daraus folgte für den Bezirkskirchenrat: In jedem Kooperationsraum finden sich grüne Kirchen und mindestens ein großes grünes Gemeindehaus. Die Kirchen sollen regional für vielseitiges gottesdienstliches Leben und kirchenmusikalische Aktivitäten nutzbar sein; die Gemeindehäuser sollen Raum für unterschiedliche Formate bieten durch multifunktionale, barrierefreie und einladende Gestaltung.
Neben den fünf hellgrünen Gebäuden, die wegen einer Baulast eines anderen Trägers (Pflege Schönau oder Kommunen) nicht durch den Bezirkskirchenrat bewertet wurden, sind 15 Gebäude mit ‚grün‘, 12 mit ‚gelb‘ und 13 mit ‚rot‘ im Kirchenbezirk zu bewertet worden.
Die Kirchengemeinde Wiesloch hat also mit ihren drei grünen Gebäuden auch im Vergleich eine gute Ausgangslage. Schatthausen beispielsweise hat zwei gelbe Gebäude.
 
 

Der Neubau des Paulus-Haus in Malsch entstand aufgrund der alten Fakten im ersten Liegenschaftsprozess der Landeskirche. Zu dieser Zeit konnte niemand ahnen, dass die Finanzierung rund um das Rauenberger Gemeindehaus mit ekiba2032 in Frage gestellt würde.
Die Entscheidung, das Gemeindehaus in Rauenberg nicht weiter als Kirchengemeinde zu finanzieren und erhalten zu wollen, ist Teil der neuen Überlegungen nach der Qualifizierung durch den Bezirkskirchenrat bei ekiba2032.
 

Im Januar 2023 gab es eine Gemeindeversammlung in der Paulusgemeinde zum Thema Gebäudequalifizierung.
Im Juli 2023 gab es Visitationswochen in der Region, in der die Zusammenarbeit nach den zu erwartenden Kürzungsbeschlüssen ausführlich diskutiert wurde. Zwei Gottesdienste waren zu Beginn und am Ende der Visitation allen bekannt und zugänglich. Die Informationen dazu waren in der Presse und immer aktuell auf der Webseite des Kirchenbezirks.
Der Kirchengemeinderat Wiesloch hat im Oktober 2023 eine Verkaufsabsicht beschlossen.
Sie wurde mit dem Gemeindebeirat der Paulusgemeinde diskutiert und per Pressemeldung der Öffentlichkeit bekannt gegeben.
Der Gemeindebrief im Dezember wird über den Vorgang informieren.

Zur Zeit wird eine Anzeige geschaltet, um überhaupt mit möglichen Käufern ins Gespräch zu kommen.
Vor einem Verkauf wird laut Ordnung der Landeskirche eine Gemeindeversammlung einberufen, in der der Verkauf diskutiert wird.
Der Ältestenkreis der Paulusgemeinde und der Kirchengemeinderat Wiesloch fasst danach den Beschluss des Verkaufes.

Mit dieser Webseite wird aktuell über den weiteren Stand berichtet.
Alle Beteiligten im Prozess beantworten gerne Ihr Fragen dazu.
Zum Nachlesen:
Sommerausgabe 2023: Zur regionalen Visitation und dem neuen Kooperationsraum
Osterausgabe 2023: Zum Strategieprozess Ekiba 2032
Sommerausgabe 2022: Gedanken zum Strategieprozess
Ostern 2022: Impuls zu Veränderungsprozessen
Weihnachtsausgabe 2021: Strategieprozess
Sommerausgabe 2021: Zur Situation des Gemeindehauses in Rauenberg
 

Grundsätzlich sind die Menschen der Paulusgemeinde schon lange ein wanderndes Gottesvolk. Denn in Rettigheim, Rotenberg und Malschenberg gab es noch nie eigene Räumlichkeiten. Die Regionalisierung und die künftige Zusammenarbeit in Kooperationsräumen wird diese Mobilität in Zukunft noch weiter in Anspruch nehmen. Zugleich besteht durch dieses neue Zusammenwachsen in der Region die Chance verstärkt zielgruppenorientierte Angebote zu schaffen, die die Menschen bei ihren Bedürfnissen abholt.

Wie immer gilt: Wenden Sie sich mit Ihren Anliegen an die Kirchenältesten und Pfarrerin Sandra Alisch. Die Kontaktpersonen in den einzelnen Ortschaften finden sie unter: Ansprechpartner vor Ort
 
Wer Fahrtdienst braucht, kann sich an das Pfarramt und die Kirchenältesten wenden.
Wir finden eine Lösung, wenn Sie selbst nicht mobil sind.
 

Alle Verantwortlichen sind im Gespräch mit der Stadt Rauenberg, den katholischen Geschwistern und mit Vereinen.
Auch bisher durften wir bei größeren Veranstaltungen die katholische Kirchen nutzen.
Mit Herrn Bürgermeister Seithel gab es stets konstruktive Lösungen, wie Beispielsweise in den Zeiten der Pandemie, als wir in die Kulturhalle oder auf den Schulhof ausweichen konnten. Der Taufgottesdienst am Wasserspielplatz oder die Zusammenarbeit rund um den Sternenkinder-Gottesdienst sind weitere Beispiele der guten Zusammenarbeit. Auch die gemeinsamen ökum. Gottedienste bleiben in Rauenberg bestehen.
Es wird sicher auch ohne das Gemeindehaus Möglichkeiten geben, in Rauenberg vor Ort Angebote zu machen.
Genau darüber tauschen wir uns gerne mit Ihnen aus.
 

Alle Entscheidungen um kirchliche Gebäude sind hoch emotional und mit Erinnerungen verbunden. Voller Dankbarkeit sind die Verantwortlichen für viele ehrenamtliche Stunden, die in Gebäude der Kirchengemeinden investiert wurden. Dies zu würdigen und dem Abschied Raum zu geben, ist uns ein großes Anliegen. Zugleich ist der Blick in die Zukunft bei den Menschen und nicht so sehr bei den Gebäuden. Das Rauenberger Gemeindehaus hat als „alte Kelter“ eine lange Geschichte und ist wirklich ein besonderes Gebäude, das immer wieder andere Träger und Finanziers hatte. 1990 hat die Kirchengemeinde Verantwortung übernommen, die sie nun aber aus bekannten Gründen wieder abgeben muss.  Eine sinnvolle Bewirtschaftung des Gebäudes, in der eine gute Nutzungsauslastung zu den hohen Erhaltungskosten eines klimafreundlichen Hauses passt, muss nun gesucht werden. Die finanzielle Verantwortung dafür kann aber angesichts der landeskirchlichen Vorgaben und rückläufigen Finanzmittel nicht mehr in der Hand der Evangelischen Kirchengemeinde liegen. Auch die geringe Auslastung des Gebäudes und eine kleine Personaldecke um das Haus ausreichend zu pflegen trug zur Entscheidung das Gemeindehaus abzugeben wesentlich bei. Die Kirchengemeinde hofft auf einen Käufer, der die lange Geschichte nun fortschreiben wird. Alle Gesprächsbeteiligten wünschen sich eine gute Zukunft des historischen Gebäudes und arbeiten miteinander an einer guten Lösung. 
Ganz sicher wird dabei das große Engagement der Menschen gewürdigt und weiter bedacht.
 

Die Paulusgemeinde hat in den 90iger Jahren mit dem Architekten Veit Rußer den kompletten Umbau zum heutigen Gemeindehaus durchgeführt. Viele Spenden und Eigenleistungen wurden hier durch die Paulusgemeinde investiert. Bei einer Rückgabe an die Stadt Rauenberg waren ähnliche Konditionen wie vor 30 Jahren im Blick gewesen. Dies scheiterte daran, dass die aktuell nötigen Investitionen am Dach durch ein Projekt des Rhein-Neckar-Kreises nicht finanziert werden können. Der Verkaufserlös sichert die künftige Wahrnehmung kirchlicher Arbeit.
 

Es wird einen bunten Mix geben, aus Weiterverwendung, Verkauf und Spende. Die Orgel beispielsweise wird im Raum Karlsruhe eine neue Heimat finden.
Manches werden wir in Malsch weiter zum Einsatz bringen. Wir prüfen hier gerade, ob das Fenster dort einen Platz bekommen kann.
Einige Dinge, wie das Geschirr, eignen sich als Spende. 
Wieder anderes könnte an Menschen aus der Gemeinde als Erinnerungsstück verkauft werden.
 
  • Orgel: wurde an die Hoffnungsgemeinde in Karlsruhe verkauft und findet dort Ihren neuen Platz. Sobald wir den Termin des Einweihungsgottesdienst der Orgel in Karlsruhe wissen, werden wir Ihn bekanntgeben.
  • Schreiterfenster: Das Fenster wird erstmal eingelagert, bis wir geprüft haben, wie wir es in Malsch einsetzen können.
  • Kreuz Außenseite: Das Kreuz von der Außenwand findet seinen neuen Platz bei der Tairnbacher Hütte.
  • Ambo + Altar: Werden erstmal eingelagert.
  • Holztafeln: Werden erstmal eingelagert.
  • Stühle + Tische: Ein Teil der Stühle wird von den neuen Besitzern behalten, der Rest sowie die Tische können am Memory-Market erworben werden.
 

Der Verkauf des Rauenberger Gemeindehaus ist beabsichtigt. Es gibt keine Fristen, wann das geschehen sein muss.
Der konkrete Verkauf wird, sobald ein potentieller Käufer, der Kaufpreis und die dann angedachte Nutzung bekannt sind, bei einer Gemeindeversammlung beraten und erst anschließend beschließt der Kirchengemeinderat den Verkauf. Ob das im Jahr 2024 gelingt, kann niemand derzeit sagen.
  

Kontakt für Rückfragen:

Sandra Alisch

Pfarrerin, stellv. Vorsitzende des Ältestenkreises

Dr. Steffen Rotsch

Vorsitzender des Ältestenkreises
  

Nachrichten zum Gemeindehaus Rauenberg

Festgottesdienst zur Einweihung der Orgel

01.10.2024
Herzliche Einladung zum
Festgottesdienst zur Einweihung der Orgel
 
Die ehemalige Rauenberger Orgel hat Ihren neuen Platz in der Hoffnungsgemeinde Karlsruhe gefunden und wird am Sonntag, 20. Oktober 2024 um 11 Uhr eingeweiht.

Abschiedsveranstaltungen zum GHS-Rauenberg

17.05.2024
Um Abschied zu nehmen vom Gemeindehaus Rauenberg bieten wir folgende Veranstaltungen an:
Offenes Gemeindehaus; gemeinsames Singen; Info-Abend Orgel; Entwidmungsgottesdienst; Memory-Market

Gemeindeversammlung am 09.04.2024

14.03.2024
Einladung und Tagesordnung anlässlich des Verkaufes des evangelischen Gemeindehauses in Rauenberg.
Gemeindeversammlung am 09.04.2024 um 19:00 Uhr
im evangelischen Gemeindehaus Rauenberg.

Rückblick auf Gemeindeversammlung am 22.01.23

29.01.2023
„Ich wünsche mir, dass die Kirche im Dorf bleibt!“
Hiobsbotschaft: Evang. Gemeindehaus in Rauenberg vor dem Aus