Brahms - ein deutsches Requiem

- 01.11.2023 - 

Am Sonntag, 19. November um 17.00 (Volkstrauertag) ist eines der wichtigsten Werke der abendländischen Musikgeschichte in der evangelischen Stadtkirche Wiesloch zu erleben: das „Deutsche Requiem“ op. 45 von Johannes Brahms.

Das 1865 geschriebene Oratorium vertont Texte zum Leiden und Sterben aus dem Alten und Neuen Testament. Wegen seiner allgemeingültig auf das Schicksal des Menschen bezogenen Aussagen gehört es bis heute zu den beliebtesten und meistgesungenen großen Chorwerken. In Wiesloch war es zuletzt vor fast 30 Jahren unter der Leitung von Prof. Gerald Kegelmann zu erleben.
 
In diesem Jahr hat sich die Kantorei an der Stadtkirche das großartige Stück neu erarbeitet und wird es gemeinsam mit Mitgliedern des Vokalensembles Schwetzingen und den Vokalsolisten Carmen Buchert (Sopran) und Matthias Horn (Bass) zu Gehör bringen.
 
Da die original sehr große Orchesterbesetzung nicht überall vorhanden ist, haben schon der Komponist selbst und später verschiedene andere Bearbeiter Kammerfassungen mit reduzierter Begleitung geschaffen. Im Wieslocher Konzert erklingt die Fassung des 2022 verstorbenen Berliner Komponisten Heinrich Poos mit Begleitung von zwei Klavieren und Pauken. 
 
An den Klavieren begleiten Prof. Eugen Polus und Jina Chang von der Heidelberger Hochschule für Kirchenmusik. Sie spielen zusätzlich auch zwei Klavierstücke aus Brahms‘ letzten Lebensjahren, in denen er möglicherweise seinen nahen Tod reflektiert. Die Gesamtleitung des Konzerts liegt bei Kirchenmusikdirektor Christian Schaefer.
 
Die Konzertdauer beträgt etwa 75 Minuten. Der Eintritt ist frei, um einen Kostenbeitrag nach Selbsteinschätzung wird gebeten. Da es keinen Kartenvorverkauf gibt, empfiehlt sich rechtzeitiges Kommen.