Trost-Bretter Workshop

Lachen und Weinen in der kreativen Auszeit

Bericht zum Trostbretter-Workshop am 14. März
Tod und unser Trost – eine kreative Annäherung
In manchen Regionen Deutschlands war es bis in 20. Jahrhundert hinein üblich, die Toten auf einem Brett aufzubahren und den Verstorbenen damit zum Friedhof zu tragen. Im Anschluss daran, konnte das Bahrbrett auf dem Hof aufgestellt werden. So erinnerte das 200x30cm große Brett, an den Toten.

Gestaltete Seelenbretter/ Trost-Bretter von Konfis der Paulusgemeinde Wiesloch
Seelenbretter/ Trost-Bretter aus dem Raum der Stille vom Hospiz Agape - Wiesloch
14 mutige Frauen stellten sich einem großen Tabu unsere Gesellschaft: dem Thema Tod und Sterben. Sie suchten nach Erinnerungen an ihre-Sekundenglücksmomente und fanden tröstliche Bilder und Worte für die traurige Zeiten. Manche Workshopteilnehmerinnen betrieben Vorsorge zur letzten Hilfe, indem Sie in ihren guten Zeiten nach dem suchten, was in künftigen Trauerfällen tragen könnte. Andere brachten ihren Sohn mit auf dem Herzen und sichten nach Austausch mit gleichgesinnten und einem Raum für die Traurigkeit, die im Alltag oft hinter dem Funktionieren-Müssen ansteht. Alle waren sich im Abschluss einig: es war eine kostbare Auszeit und sie waren froh und dankbar sich dafür Zeit genommen zu haben. 
Der nächste Trostbretter-Workshop ist für das Frühjahr 2027 geplant.
Bei Interesse und Fragen dürfen Sie sich sich gerne per Mail an Pfarrerin Sandra Alisch wenden. 
 
 
 
Die Konfis der Paulusgemeinde hatten in Anlehnung an diesen Brauch in den letzten Jahren immer im November, ein eigenes Trost-Brett gestaltet. Nachdem sie sich am Vormittag mit den Thema Tod und Sterben auseinandergesetzt hatten, durften sie am Nachmittag ein 45x15cm großes Holzbrett, mit Acrylfarben bemalen. Jedes Brett erhielt ein von den Konfis selbst ausgewähltes Symbol und einen Spruch, das die Jugendlichen persönlich als tröstlich empfanden. Im Gedenkgottesdienst zum Ewigkeitssonntag schmückten diese Trost-Bretter der Konfis den Raum.
Im Hospiz Agape in Wiesloch gibt es diese Trostbretter ebenfalls. Wenn ein Gast verstirbt, können sich seine Angehörige nach dem Tod eines der bunten Bretter aus dem Raum der Stille auswählen. Dieses wird vor die Zimmertür des Gastes platziert, um allen, die im Haus ein und ausgehen, anzuzeigen: hier ist ein Toter aufgebahrt. Hier wird Abschied genommen.
Pfarrerin Sandra Alisch, seit Juni 2024 ausgebildete Familientrauerbegleiterin nach den Standards des Lavia e.V. in Gelsenkirchen und freischaffende Künstlerin, wird mit einem kleinen Team, ihre Liebe zur darstellenden Kunst und die Leidenschaft für das in unserer Gesellschaft sehr verdrängte Thema „Tod und Sterben“ fruchtbar zusammenbringen. In einem Trostbretter-Workshop am Samstag, den 14. März 2026 um 9:30 Uhr im Paulus-Haus in Malsch, öffnet sie das ehemalige Konfi-Angebot für alle Interessierten. In einem etwa 3,5-stündigen Kurs werden bekannte und unbekannte Symbole, sowie Trost-Sprüche rund um den Tod wahrgenommen. Es wird Raum für eigene Trauer und Ängste, und den Austausch untereinander geben. Mit Arcylfarben und -Stiften gestalten alle Teilnehmenden unter fachlicher Anleitung ein eigenes Trostbrett, das am Ende mit nach Hause ziehen darf.
Weitere Infos und die Anmeldung richten Sie direkt per Mail an Pfarrerin Sandra Alisch sandra.alisch@kbz.ekiba.de