Käpt`n Noah und sein schwimmender Zoo

Alex Wolf berichtet vom Kindermusical des Kinderchors Kirchenmäuse am 17.10.2026

Bild vom Kinderchor in Aktion
Lustige Liedstücke und begleitende Sprechszenen machten das Kindermusical unter der Leitung von Valdis Bernhofs zu einer besonderen Aufführung, der man viel Herzblut und Einsatz anmerkte.

Quelle: Alex Wolf

Die bunte Schar der Kirchenmäuse schlüpften für das Musical in Tierkostüme für den schwimmenden Zoo.

Quelle: Alex Wolf

Zwei kleine Äffchen suchen andere zum Unsinn machen. Dabei entdecken sie mit weiteren Tieren, wie an einem komischen Holzboot von einem Menschen gearbeitet wird. „Heute beginnt ein Abenteuer, das unsere Welt verändern wird“, stellt dann die schlaue Krähe fest. Und mit lautem Trommelwirbel für das aufkommende Unwetter stürzen sich knapp 20 kleine Kirchenmäuse-Sängerinnen und Sänger unter der Chorleitung von Valdis Bernhofs in die Geschichte. Vergangenen Samstag verwandelte sich  die Wieslocher Stadtkirche in die Bühne für das Kindermusical mit Musik von Joseph Horovitz und der Textgrundlage von Michael Flanders.
Einstieg war ein blau ausgeleuchtetes Bühnenbild, und Noah startete mit dem Bau der Arche im Lied „Ja Regen überall, Regen wie noch nie“. Besonderer Gast des Abends war Eduards Vacietis aus Riga/Lettland auf Einladung Bernhofs, der beim Stück den Noah mit einem sonoren Bariton verkörperte.
Dabei beobachteten die Tiere sein Werken, und eine kleine „Nestdesignerin“ stellte einleitend die verschiedenen Fähigkeiten der Tiere der Arche vor. Mit flottem Gesang entschieden sie sich, Noah auf die Arche zu folgen, denn „Mut bedeutet, das Richtige zu tun, obwohl man Angst hat“, so die schlaue Krähe. Musikalisch-lautmalerisch begann es zu tröpfeln, und als alle Tiere mit einem vielstimmigen „gleich-gleich“ in der Arche waren, ging die Reise los. Der stimmstarke Noah-Bariton ließ den Regen auf das Dach der Arche tropfen, und die kleinen Kirchenmäuse-Tiere überlegten sich, was sie nun machen könnten. Das Zusammensein auf der engen Arche war nicht ohne weiteres, und mit viel gesungenem Humor und lustigen Witzen lernten die Archebewohner, aufeinander Rücksicht zu nehmen.
Als der Regen schließlich aufhörte und die Flut sank, merkten die Archetiere, dass sich etwas verändert hat und machten sich Gedanken über ihre Zukunft. Schlußlied wie auch die lautstark am Ende geforderte Zugabe durch die knapp 200 Besucher der Stadtkirche war dann das „Herrlich ist unsere Welt“, als die Tiere mit Noah singend die Arche verließen mit einem paarweise angestimmten Lied „und zwei, und zwei, und zwei“.
Der Leiter des Kinderchors Valdis Bernhofs hatte die Vorlage der Pop-Kantate weiterentwickelt. Neben zehn Musiknummern bildeten selbst gestaltete Sprechszenen einen wichtigen Teil. Valdis lies freien Lauf, und so ergänzten die kleinen Sängerinnen und Sänger Dialoge und brachten weitere Einsätze zu Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt ein. Die Bühnenausstattung sowie die bunte Tiermaskierungen waren Gemeinschaftswerk von Kindern und ihren Eltern, die sichtlich mit viel Engagement und handwerklichem Geschick das Werk ermöglicht haben. Unterstützt und begleitet wurde die Aufführung von Sophie Kretschmer als „Tierbändigerin“, Kirchenmusikdirektor Christian Schaefer am Klavier, Eva Löser am Violoncello, Dimitar Angelov am Schlagzeug und im Technikteam durch Christian Hahne, Martin Rosenbauer und Paul Hertlein.