Was hält junge Menschen? Krisenerfahrung, Lebensgefühl und Suizidprävention in der jungen Generation

- 11.04.2023 - 

Ökumenische Online-Veranstaltung zur Woche für das Leben

Karlsruhe/Freiburg, (11.04.2023). Die Folgen von Corona und Klimawandel sowie des Ukrainekrieges prägen das Leben junger Menschen. Hinzu kommen persönliche Herausforderungen wie die Gestaltung von Beziehungen und der Berufswahl. In einer Nachricht an die Mailberatung [U25] schreibt eine 24-Jährige: „Ich möchte nicht länger immer nur kämpfen…!! Ich möchte LEBEN.“

zwei Jugendliche blicken in die Weite

Quelle: www.woche-fuer-das-leben.de - eingebettet von www.ekiba.de

Anliegen der ökumenischen Veranstaltung zur diesjährigen „Woche für das Leben“ am 27. April ist es zu zeigen, wie die Corona-Krise Jugendliche geprägt hat, was junge Menschen angesichts von Klimawandel und Ukrainekrieg bewegt und wie sie in suizidalen Krisen hilfreich begleitet werden können, so dass sie wieder LEBEN.
 
Dr. Severine Thomas, Mitherausgeberin der bundesweiten JuCo-Studien, richtet in ihrem Vortrag den Blick auf die Erfahrungen und Perspektiven junger Menschen in der Corona-Krise und in der gegenwärtigen Gesellschaft. Diana Kotte, Referentin für die Onlinesuizidprävention [U25] geht auf Gründe für suizidale Krisen ein und stellt Möglichkeiten einer niederschwelligen, alltagstauglichen Suizidprävention vor, die von der Grundhaltung der Aktion #DUBISTMIRWICHTIG geprägt ist. Junge Menschen in Krisensituationen spüren zu lassen, Du bist nicht alleine, Du bist wichtig, ist Aufgabe von Mitmenschen, Eltern und Verwandten, Lehrerinnen und Lehrern, Jugendgruppenleiterinnen und Jugendgruppenleitern oder Freundinnen und Freunden.
 
Der Abend wird umrahmt von Eindrücken, die Landesbischöfin Prof. Dr. Heike Springhart und Erzbischof Stephan Burger aus ihrem Gespräch mit Peerberaterinnen und Peerberatern von [U25] mitbringen. Vor der Online-Veranstaltung treffen beide in der ökumenischen Krisen- und Lebensberatungsstelle „brücke“ in Karlsruhe junge Menschen, die in der Mailberatung tätig sind. Der Ort ist bewusst gewählt: Ebenso wie die Mailberatung [U25] bietet die „brücke“ einen einfachen Zugang zum Beratungsangebot. Die Möglichkeit für ein Erstgespräch ohne Terminvereinbarung erweist sich gerade für Menschen mit Suizidgedanken oder für betroffene Angehörige als sehr wertvoll. 
 
Landesbischöfin Prof. Dr. Heike Springhart ist davon überzeugt, dass „Kinder und Jugendliche unter Krisensituationen wie der Coronazeit in besonderer Weise gelitten haben. Wir müssen ihnen zuhören, ihre Anliegen ernst nehmen, nicht bagatellisieren oder wegschieben. So können wir ihnen eine Stütze sein. Es ist unsere Aufgabe, gerade in Zeiten der Verletzlichkeit und Ohnmacht, den Horizont offen zu halten für die Hoffnung und den Blick für Gottes Dasein.“ Für Erzbischof Stephan Burger konkretisiert sich die Solidarität Gottes zu den Menschen in besonderer Weise durch Menschen sowie durch die kirchlichen Beratungsangebote: „In einem Gebet heißt es ‚Gott hat keine Hände – nur unsere Hände‘. Gemeint ist damit, in unserem Handeln kann die Nähe Gottes aufscheinen. Ich bin allen dankbar, die Jugendliche in solchen Krisen beistehen, sie begleiten und stärken: für ihre Familien, für unsere kirchliche Jugend- und Familienarbeit, die Schulpastoral, die vielfältigen Beratungsangebote und die Mitarbeitenden in den Beratungsstellen.“ 
 
Die kostenfreie Online-Veranstaltung findet am 27. April, 19.30 – 21.00 Uhr statt. Über folgenden Link können Sie sich anmelden: www.ebfr.de/wochefuerdasleben 
 
  

Alexandra Weber

Stellvertretende Pressesprecherin