Glockenläuten für den Frieden

- 22.02.2023 - 

Friedensgebete und andere kirchliche Angebote erinnern an den Kriegsbeginn vor einem Jahr

Karlsruhe, (22.02.2023). Am 24. Februar werden in zahlreichen Gemeinden in ganz Baden die Glocken für den Frieden läuten und damit verbunden Menschen zu Friedensgebeten einladen. Diesen Freitag jährt sich zum ersten Mal der Angriff Russlands auf die Ukraine. Landesbischöfin Heike Springhart ermutigt aus diesem Anlass alle Christinnen und Christen in Baden, sowie alle Menschen guten Willens dazu, „sich am 24. Februar im Gebet um den Frieden zusammenzuschließen und den Glauben an die Kraft der Versöhnung zu stärken. Damit es eine Zeit nach dem Krieg gibt, in der der Friede eine Chance hat.“

Glocke der Stadtkirche Durlach

Quelle: ekiba - eingebettet von www.ekiba.de

In einem Aufruf an alle Kirchengemeinden innerhalb der badischen Landeskirche, sich an den Friedensgebeten zu beteiligen, schreibt die Landesbischöfin: „Seit einem Jahr tobt der Krieg in der Ukraine. Der Bruch des Völkerrechts und die brutale Missachtung der Menschenrechte durch Russland dürfen keinen Erfolg haben. Wir stehen vor dem Dilemma, dass militärische Mittel immer mehr Gewalt erzeugen, aber sich ohne solche Mittel Gewalt ebenso weiter ausbreitet. Unsere Aufgabe als Kirche ist es, am Überschuss der Hoffnung festzuhalten, realistisch, differenziert und nüchtern hinzusehen, wo himmelschreiende Gewalt geschieht. Krieg widerspricht Gottes Willen! Wir trauern um alle Opfer und beklagen die Zerstörung von Lebensraum und Infrastruktur, das tiefe Leid, das über so viele Menschen hereingebrochen ist. Wir beklagen die Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Menschenhandel, sexuelle Übergriffe und Gewalt gegen Frauen und Menschen mit anderer geschlechtlicher Orientierung. Wir stehen an der Seite von Opfern von Gewalt.
Wir wollen Gesprächskanäle offenhalten und denen, die um friedliche Lösungen ringen, den Rücken stärken. Wir unterstützen mit allen unseren Kräften konkrete humanitäre Hilfe, geben Traumatisierten und Geflüchteten sichere Räume und gewähren Zuflucht.“
 
In zahlreichen Orten in ganz Baden wird der Aufruf der Landeskirche aufgegriffen. So laden beispielsweise in Karlsruhe alle christlichen Kirchen, die in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Karlsruhe zusammengeschlossen sind, gemeinsam mit der Evangelischen Allianz Deutschland zu einem zentralen öffentlichen Gebet für den Frieden ein. Es beginnt am 24. Februar um 18 Uhr auf dem Platz vor der katholischen Hauptkirche St. Stephan. Daneben finden an diesem Tag auch Friedensgebete in den Karlsruher Gemeinden vor Ort statt. Von 18:00 bis 18:05 Uhr laden die Gemeinden der Evangelischen Kirche in Karlsruhe mit Glockengeläut zum Gebet für den Frieden ein. 
 
In Pforzheim findet um 17 Uhr in der Altstadtkirche ein Gedenkgottesdienst zum Thema ein Jahr Krieg in der Ukraine mit Pfarrerin Martina Walter und Dekanin Christiane Quincke statt. Im Anschluss gibt es um 18 Uhr ein gemeinsames Abendessen im DiakoniePunkt Altstadt. Außerdem öffnet an diesem Tag die Nagelkreuzgemeinschaft Pforzheim von 12 bis 14 Uhr die Stadtkirche zum Innehalten und Beten.
 
Neben den Gebeten und Andachten am 24. Februar sind noch weitere Angebote rund um den Jahrestag des Kriegsbeginns geplant. So bietet die evangelische Kirche in Freiburg beispielsweise unter dem Titel „7 Wochen Impulse - Beten um Frieden“ tägliche geistliche Anregungen zur Fastenzeit an. Eine Anmeldung über die Website evangelisch-in-freiburg.de ist jederzeit möglich.
Am Montag, 27. Februar, 19.30 Uhr, lädt die Evangelische Erwachsenenbildung in Freiburg zur Veranstaltung „Der Ukraine-Krieg – und ich. Eigene Erfahrungen ins Gespräch bringen“ ins Ernst-Lange Haus (Habsburgstraße 2) ein.
 
In der Johanniskirche in Mannheim führen am Sonntag, 26. Februar, 18 Uhr, aus der Ukraine geflohene Künstlerinnen und Künstler das moderne Zirkusprogramm „Heart of Ukraine“ auf. Der Eintritt ist frei, Spenden für humanitäre Hilfe in der Ukraine sind willkommen.
Auch die nächste Sendung „Himmel über Baden“ des Evangelischen Rundfunkdienstes Baden (ERB) greift das Thema auf.  Vorgestellt werden hier in einem Beitrag das „Café Yakir - Begegnungen mit ukrainischen Flüchtlingen nach einem Jahr Krieg“ und ein besonderes Flüchtlingsprojekt im Beitrag „Ein Stück Heimat auf dem Teller- Kochen mit Flüchtlingen in Freiburg“. 
 
Zum ersten Mal ausgestrahlt wird die Sendung am Samstag, 25. Februar, 6:30 Uhr, 8:30 Uhr und 11:00 Uhr bei Baden TV und um 15 Uhr bei RNF. Am Sonntag, 26. Februar, 7:30 Uhr und 15:30 Uhr bei Regio TV und am Dienstag, 7. März, 15:45 Uhr bei Bibel TV. Die beiden Beiträge sind aber bereits ab 23. Februar auch in der ERB-Mediathek (www.erb-mediathek.de) und auf dem YouTube-Kanal der Landeskirche zu sehen.
 
  

Alexandra Weber

Stellvertretende Pressesprecherin