Glückwünsche und Erinnerungen zum 90. Geburtstag von Altbischof Klaus Engelhardt
- 11.05.2022 -
Für die ostdeutschen Kirchen erinnerte der frühere Bischof der Kirchenprovinz Sachsen, Axel Noack, in einer Videobotschaft insbesondere an das Wirken Engelhardts als EKD-Ratsvorsitzender zur Zeit von Mauerfall und Wiedervereinigung. „Diese Wiedervereinigung verlief ja nicht ganz stressfrei. Die Kirchen des Ostens mussten manchen Temperatursturz verkraften. Von der großen Euphorie nach dem Mauerfall und dem vielen Lob für die Kirchen für ihre Rolle bei der Friedlichkeit der Revolution. Aber eben auch die schnelle Wende zu der großen Kirchenaustrittswelle nach der Währungsunion“. In dieser Zeit habe Klaus Engelhardt durch seine „ruhige, freundliche Art auf die Menschen zuzugehen, wesentlich dazu geholfen, die Kirchenvertreterinnen des Ostens in der EKD ankommen zu lassen.“
Landesbischöfin Heike Springhart (Karlsruhe) dankte dem Jubilar im Rahmen des Empfanges im Gebäude des Evangelischen Oberkirchenrates für seinen „klaren und sensiblen Blick, Nachdenklichkeit und ganz eigenes, im besten Sinne glaubensheiteres Schmunzeln über Gott und die Welt“ und erklärte: „Sie sind einer, der auf einmalige Weise menschliche Zugewandtheit, theologische Klugheit und wache Zeitgenossenschaft verbindet.“
In seiner Laudatio zitierte Kirchenrat i.R., Jochen Mack (Karlsruhe), aus einer Predigt des Jubilars in der Karlsruher Stadtkirche im vergangenen Jahr. Dort hatte Engelhardt gesagt, die Bibel erinnere daran, „dass Lebenswege nicht glatt verlaufen, dass das Altwerden mit Einschränkungen verbunden ist, die nicht schwinden, die müde machen können, auch glaubensmüde.“ Mack würdigte Engelhardts „christliche und theologische Existenz, die ihre Kraft aus einem für das Evangelium brennenden Herzen erhält und sich immer neu anregen lässt aus der Perspektive, die die biblischen Schriften eröffnen.“
Engelhardt war von 1980 bis 1998 badischer Landesbischof und von 1991 bis 1997 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland.
Zum Film über zentrale Lebensstationen Klaus Engelhardts: DER HIMMEL ÜBER BADEN (Sendung vom 07.05.2022) - YouTube.
Karlsruhe, (11.05.2022). Prominente Kirchenvertreter haben dem früheren Landesbischof und Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Klaus Engelhardt, bei einem Empfang in Karlsruhe am heutigen Mittwoch (11.5.) zum 90. Geburtstag gratuliert.
Für die Evangelische Kirche in Deutschland gratulierte Kirchenamtspräsident Hans-Ulrich Anke (Hannover), auch im Namen der derzeitigen Ratsvorsitzenden Annette Kurschus, und würdigte Engelhardt als „zugewandten, klugen, leidenschaftlichen und feinsinnigen Theologen, fest in der biblischen Tradition verwurzelt und mit geistlicher Ausstrahlungskraft weit über die Kirche hinaus.“ Der frühere Ratsvorsitzende habe es immer wieder geschafft, „Menschen mit oft sehr gegensätzlichen Bildern von dem, was Kirche aktuell braucht, gut miteinander ins Gespräch und zu langfristig tragfähigen gemeinsamen Lösungen zu bringen, auch in strittigen Themen“. Exemplarisch nannte Anke die Militärseelsorge, die Friedensethik, den konfessionellen Religionsunterricht und Fragen des Kirchenasyls und der Geschlechtergerechtigkeit.
Für die ostdeutschen Kirchen erinnerte der frühere Bischof der Kirchenprovinz Sachsen, Axel Noack, in einer Videobotschaft insbesondere an das Wirken Engelhardts als EKD-Ratsvorsitzender zur Zeit von Mauerfall und Wiedervereinigung. „Diese Wiedervereinigung verlief ja nicht ganz stressfrei. Die Kirchen des Ostens mussten manchen Temperatursturz verkraften. Von der großen Euphorie nach dem Mauerfall und dem vielen Lob für die Kirchen für ihre Rolle bei der Friedlichkeit der Revolution. Aber eben auch die schnelle Wende zu der großen Kirchenaustrittswelle nach der Währungsunion“. In dieser Zeit habe Klaus Engelhardt durch seine „ruhige, freundliche Art auf die Menschen zuzugehen, wesentlich dazu geholfen, die Kirchenvertreterinnen des Ostens in der EKD ankommen zu lassen.“
Landesbischöfin Heike Springhart (Karlsruhe) dankte dem Jubilar im Rahmen des Empfanges im Gebäude des Evangelischen Oberkirchenrates für seinen „klaren und sensiblen Blick, Nachdenklichkeit und ganz eigenes, im besten Sinne glaubensheiteres Schmunzeln über Gott und die Welt“ und erklärte: „Sie sind einer, der auf einmalige Weise menschliche Zugewandtheit, theologische Klugheit und wache Zeitgenossenschaft verbindet.“
In seiner Laudatio zitierte Kirchenrat i.R., Jochen Mack (Karlsruhe), aus einer Predigt des Jubilars in der Karlsruher Stadtkirche im vergangenen Jahr. Dort hatte Engelhardt gesagt, die Bibel erinnere daran, „dass Lebenswege nicht glatt verlaufen, dass das Altwerden mit Einschränkungen verbunden ist, die nicht schwinden, die müde machen können, auch glaubensmüde.“ Mack würdigte Engelhardts „christliche und theologische Existenz, die ihre Kraft aus einem für das Evangelium brennenden Herzen erhält und sich immer neu anregen lässt aus der Perspektive, die die biblischen Schriften eröffnen.“
Engelhardt war von 1980 bis 1998 badischer Landesbischof und von 1991 bis 1997 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland.
Zum Film über zentrale Lebensstationen Klaus Engelhardts: DER HIMMEL ÜBER BADEN (Sendung vom 07.05.2022) - YouTube.


