Begegnungsangebote für Geflüchtete aus der Ukraine
- 30.03.2022 -
Jugendwerke und Kirchengemeinden öffnen ihre Räume
Karlsruhe, (30.03.2022). Nachdem in den ersten Tagen und Wochen nach Kriegsausbruch in der Ukraine vor allem Hilfsangebote für Wohnungssuchende und Hilfsmaßnahmen für die Menschen in der Ukraine im Fokus standen, gehen die Unterstützungsangebote der evangelischen Jugendwerke und Kirchengemeinden nun weiter. Vieles dreht sich derzeit darum, Geflüchteten verschiedene Begegnungsangebote zu ermöglichen.
Quelle: ejuba - eingebettet von www.ekiba.de
So engagiert sich auch die Evangelische Jugend Baden weiter für schutzsuchende Menschen aus der Ukraine und unterstützt die verschiedenen Netzwerke in ganz Baden. „Es ist aus unserer Sicht sehr wichtig, verschiedene Angebote und Engagements möglichst gut zu koordinieren“, meint Landesjugendpfarrer Jens Adam. Die kirchlichen Netzwerke z.B. aus Bezirksjugendwerken, Diakonischen Werken, Dekanaten u.a. gehörten hier genauso dazu, wie zahlreiche Initiativen, die von Vereinen, Kommunen oder privat organisiert werden. „Ich bin dankbar, dass sich viele Menschen gerade nicht von der Not der Flüchtenden abwenden, sondern konkret helfen, diese zu lindern: sei es mit Sach- und Geldspenden, sei es mit Unterstützung bei Behördengängen, Wohnungsangeboten und vielem mehr.“
Auch die badischen Bezirksjugendwerke bieten ihre konkrete Unterstützung an. „Einige Jugendwerke planen bereits, in ihren Räumen eine Begegnungsmöglichkeit für jugendliche Geflüchtete anzubieten. Damit ermöglichen sie einen geschützten Treffpunkt, an dem diese junge Menschen ‚jugendlich‘ sein dürfen und einen Ort haben, an dem sie sich aufhalten, beschäftigen und ‚sein‘ können“, berichtet Landesjugendreferentin Stefanie Kern.
„Für Kinder und Jugendliche ist es enorm wichtig, Begleitung und Unterstützung zu erfahren. Sie müssen erleben, dass Menschen verlässlich für sie da sind und gleichzeitig Angebote finden, die ihnen das Ankommen in einem fremden Land erleichtern“, betont Landesjugendpfarrer Jens Adam.
Aber nicht nur Jugendwerke, auch viele Kirchengemeinden in ganz Baden sind inzwischen aktiv geworden und stellen ihre Räume für Sprachkurse, als Treffpunkte für Geflüchtete, für Begegnungscafés, für gemeinsame Mittagstische, als Orte der Beratung und der Kinderbetreuung zu Verfügung. So beispielsweise die Evangelische Kirchengemeinde Neureut-Nord, die ein Café der Begegnung anbietet: „Die Geflüchteten sind auf der Suche nach einem Ort, an dem sie sich begegnen können und Austausch möglich ist. Genau diese Möglichkeit möchten wir schenken“, erklärt der Neureuter Pfarrer Pascal Würfel.
Man sei sich bewusst, dass nach wie vor Manches improvisiert und erst aufgebaut werden müsse, erläutert Landesjugendpfarrer Jens Adam. „Hier kann Kirche aber einen konkreten und wichtigen Beitrag für eine menschenfreundliche Gesellschaft leisten.“
Informationen zu den Angeboten der Evangelischen Gemeindejugend Baden: