„Eine Leerstelle des Unverzweckten“: Neuer Innenraum für Heidelberger Heiliggeistkirche
- 21.03.2022 -
Weitere Infos unter:
Alle Entwürfe werden noch bis zum 10. April im Nordschiff der Heiliggeistkirche ausgestellt.
Heidelberg, (21.3.). Der am meisten besuchte Kirchenraum der badischen Landeskirche wird neugestaltet. Die Jury mit Personen aus Architektur, Kunst, Kultur und Stadt sowie Kirchenbauexperten der Landeskirche, der Denkmalpflege und der Evangelischen Kirche in Deutschland kürte einstimmig einen Entwurf des Büros Schleicher Ragaller (Stuttgart). Hervorgehoben wurde vor allem der offene Raumeindruck des großen Kirchengewölbes und die barrierefreie Einebnung des Boden. Architekt Michael Ragaller bezeichnete es als Ziel der Umbaumaßnahme, eine „Leerstelle des Unverzweckten“ für die Stadtgesellschaft zu schaffen. Das Umbauprojekt ist rein spendenfinanziert, es werden keine Kirchensteuern benötigt.
Der Prälat des Kirchenbezirks Nordbaden, Traugott Schächtele, freut sich über den preisgekrönten Entwurf, der die Raumgestalt der Heiliggeistkirche zukunftsfähig und dadurch beispielhaft weiterentwickele. „Das Ergebnis des Wettbewerbs schafft eine Weitung des Raumes, die den Bedürfnissen einer zeitgemäßen Nutzung entspricht und gleichzeitig die besondere Geschichte der Heiliggeistkirche erinnert und sichtbar macht. „Ein vielseitiges und offenes Gestalten von Gemeindeleben, Kirchenmusik, Gottesdiensten und anderen Formen der Begegnung ist uns wichtig“, erklärte Karl-Friedrich Freitag, Vorsitzender des Ältestenkreises der Altstadtgemeinde. „Die Vorschläge aus dem Siegerentwurf eröffnen eine weite Nutzung der Kirchenraums und eine harmonische Abstimmung mit der kulturellen, touristischen und musealen Nutzung der Heiliggeistkirche“, so Freitag.
Die Evangelische Kirche in Heidelberg lobte im Oktober 2021 einen Architektenwettbewerb zur Neugestaltung der Heiliggeistkirche aus. Die Vorgabe war, den Fokus auf den einzigartigen Raum der Heiliggeistkirche zu legen, der neu herausgestellt werden soll. „Wir wollten mit dem Architektenwettbewerb anregen, in neuen Dimensionen für diesen Raum zu denken, daher auch der Titel Heiliggeist mehr Raum geben“, erläutert Dekan Christof Ellsiepen das Projekt. „Der Raum soll für die Zukunft gedacht werden mit den vielen Perspektiven, die in Heiliggeist zusammenkommen: Spiritualität, Musik, Bildung und Kultur sowie Tourismus gehören in dieser wunderbaren Kirche zusammen.“
Die Heiliggeistkirche (erbaut 1398-1441) ist neben dem Schloss das zweite Wahrzeichen von Heidelberg und die meistbesuchte evangelische Kirche in Baden. Jährlich kommen mehr als eine Millionen Menschen in das Gotteshaus, darunter viele Touristen aus der ganzen Welt. Nach dem Kölner Dom ist es die meistbesuchte Kirche in Deutschland. Allein 75.000 Gebetskerzen werden jährlich entzündet.
Die Evangelische Kirche in Heidelberg lobte im Oktober 2021 einen Architektenwettbewerb zur Neugestaltung der Heiliggeistkirche aus. Die Vorgabe war, den Fokus auf den einzigartigen Raum der Heiliggeistkirche zu legen, der neu herausgestellt werden soll. „Wir wollten mit dem Architektenwettbewerb anregen, in neuen Dimensionen für diesen Raum zu denken, daher auch der Titel Heiliggeist mehr Raum geben“, erläutert Dekan Christof Ellsiepen das Projekt. „Der Raum soll für die Zukunft gedacht werden mit den vielen Perspektiven, die in Heiliggeist zusammenkommen: Spiritualität, Musik, Bildung und Kultur sowie Tourismus gehören in dieser wunderbaren Kirche zusammen.“
Die Heiliggeistkirche (erbaut 1398-1441) ist neben dem Schloss das zweite Wahrzeichen von Heidelberg und die meistbesuchte evangelische Kirche in Baden. Jährlich kommen mehr als eine Millionen Menschen in das Gotteshaus, darunter viele Touristen aus der ganzen Welt. Nach dem Kölner Dom ist es die meistbesuchte Kirche in Deutschland. Allein 75.000 Gebetskerzen werden jährlich entzündet.
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Alle Entwürfe werden noch bis zum 10. April im Nordschiff der Heiliggeistkirche ausgestellt.


