Landessynode verabschiedet Eckdaten für den Doppelhaushalt – Landeskirchenrat gewählt
Karlsruhe, (21.05.2021). Die badische Landessynode hat zum Abschluss ihrer Frühjahrstagung am heutigen Freitag (21.5.) die Eckdaten für den landeskirchlichen Doppelhaushalt 2022/23 beschlossen. Zugleich wählten die Synodalen die synodalen Mitglieder des neuen Landeskirchenrates.
Insgesamt wird die badische Landeskirche mit Abschluss des Haushaltsjahrs 2023 gegenüber 2019 das Ausgabenvolumen inflationsbereinigt um etwa 6 Prozent reduziert haben. Das Volumen des neuen Doppelhaushaltes für 2022 und 2023 beträgt nominell rund 490 Millionen Euro pro Jahr. Endgültig wird die Landessynode den Doppelhaushalt auf ihrer nächsten Tagung im Herbst 2021 im Detail beschließen. Im Herbst 2020 hatte die Synode beschlossen, bis zum Jahr 2032 zwanzig Prozent gegenüber dem bisherigen Haushaltsvolumen einzusparen und zehn Prozent von bisherigen Aufgabenfeldern in neue Aufgaben und Zukunftsthemen umzuschichten.
„Die Synode reagiert damit auf den prognostizierten Rückgang an Mitgliedern und die damit verbundenen geringer werdenden finanziellen Mittel“, erklärte Synodalpräsident Axel Wermke (Ubstadt-Weiher). Für die langfristige Finanzplanung werde es einen breiten Beteiligungsprozess geben, die Ausgestaltung werde dabei jeweils vor Ort in den Kirchenbezirken und -gemeinden entschieden. „Die Landessynode hat in den Beschlussvorlagen und Überlegungen zur Zukunft unserer Kirche sehr großes Verständnis für die Nachfragen und Nöte vor Ort in den Gemeinden und Bezirken gezeigt, nicht nur im Blick auf Liegenschaften“, erklärte der Synodalpräsident.
„Die Sparmaßnahmen werden längerfristig an vielen Stellen spürbar sein, aber sie sind so breit gestreut, dass kein Arbeitsbereich handlungsunfähig werden wird“, erläuterte der Vorsitzende des Finanzausschusses, Helmut Wießner (Wertheim). Die Kirche müssen verstärkt berücksichtigen, was ihre Alleinstellungsmerkmale seien. „Wir werden uns klar machen, was in besonderer Weise unserem Verkündigungsauftrag dient, praktischer Ausdruck unserer Nächstenliebe und damit auch für Fernstehende besonders plausibel ist“, erklärte Wießner. Die Umschichtungen von Mitteln ermögliche es zugleich, Neues zu beginnen. „Wir werden auf vieles Liebgewordene verzichten müssen, aber auch vieles dazu gewinnen, was uns lieb werden wird“, fasste Wießner den Prozess zusammen.
In den Landeskirchenrat wurden seitens der Landessynode gewählt: Corina Dörnenburg, Thea Groß, Ralph Hartmann, Matthias Kerschbaum, Jeff Klotz, Wolfgang Schmidt und Ruth Weida. Geborene Mitglieder sind Synodalpräsident Axel Wermke, Karl Kreß, Julia Falk-Goerke, Thomas Schalla, Heike Springhart, Helmut Wießner sowie das Kollegium des Oberkirchenrats in Karlsruhe.
Weitere Informationen zur Tagung der Frühjahrssynode finden Sie unter www.ekiba.de/landessynode/fruehjahrstagung2021.
Sehen Sie dazu auch einen Beitrag in "SWR Aktuell Baden-Württemberg" vom 19.05.2021 um 18 Uhr (ab 07:20):


