Kraft tanken durch Segensworte

Kirchen Badens beteiligen sich an ökumenischer Segensaktion

Freiburg/Karlsruhe/Achern, (18.05.2021). Die Erzdiözese Freiburg und die Evangelische Landeskirche in Baden werden im Rahmen eines ökumenischen Projekts gemeinsam mit verschiedenen anderen christlichen Kirchen und Werken ab Pfingsten (24.5.) Segensworte in ganz Baden verteilen. Christinnen und Christen aus Kirchengemeinden und anderen kirchlichen Einrichtungen und alle, die sich unabhängig von einer Kirchenzugehörigkeit an der Aktion beteiligen wollen, bringen ab dem Pfingstwochenende im öffentlichen Raum Aufkleber mit der Aufschrift „Ich brauche Segen“ an: zum Beispiel in Bäckereien, Tankstellen oder an Straßenlaternen. Im Vorfeld abgesprochen ist das Aufkleben der Sticker mit den lokalen Behörden und Ladenbesitzerinnen und -besitzern. Ein QR-Code auf dem Aufkleber führt zur Webseite www.segen.jetzt, auf der Segensworte aus der Bibel zu finden sind.

Quelle: www.segen.jetzt - eingebettet von www.ekiba.de

„Segenstankstellen“ im Achertal und in Karlsruhe

Rund 100 Orte, sogenannte „Segenstankstellen“, sind beispielsweise bereits von Jugendlichen der Kirchengemeinde Achertal ausfindig gemacht worden. Zum Pfingstwochenende stehen diese „Segenstankstellen“ an Ruhe- und Rastplätzen im Achertal, als Plakate in den Geschäften der Dörfer oder als Holzpfosten mit kleinem Schild. Neugierige, Wartende oder auch Wanderinnen und Wanderer können den QR-Code auf den Aufklebern in ihr Smartphone einscannen und erhalten ein Segenswort, das les- und hörbar ist. An ausgesuchten Orten wird es zudem gebastelte Engel mit Segensbotschaft zum Mitnehmen geben. Außerdem werden in den katholischen Pfingstgottesdiensten Postkarten mit den Segens-Stickern weiter unter die Mitfeiernden verteilt. Diese Postkarten können Gottesdienstbesucherinnen und -besucher anschließend in die Briefkästen von Menschen einwerfen, von denen sie wissen, dass sie Segen gut gebrauchen können. Auf den Karten kleben jeweils drei Aufkleber, die die Beschenkten dann wiederum an weitere Menschen verschicken können.

Auch der von der Evangelischen Landeskirche in Baden kürzlich eröffnete Coworking Space Kairos13 in unmittelbarer Nähe zum Karlsruher Marktplatz beteiligt sich an der Segenstankstelle: „An unserem Ort können sich Menschen miteinander vernetzen, die an innovativen Themen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Soziale Verantwortung, Glaube, Hoffnung, Liebe arbeiten. Dazu braucht es gerade bei Neugründungen Segen und die Initiativen sollen ein Segen für die Gesellschaft sein,“ betont Diakon Daniel Paulus.

Ein Zeichen setzen gegen Kraftlosigkeit

Die ökumenische Initiative „Ich brauche Segen“ will durch Sticker mit Segensworten wie etwa „Gott mache dein Leben hell“ Menschen in ihrem Alltag Kraft und Hoffnung schenken. Deutschlandweit sind bisher rund 62.000 Sticker-Postkarten von Interessierten bestellt worden: Alleine in Baden haben Gemeinden und Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen bei einer Aktion auf www.ebfr.de/segen 30.000 Stück angefordert. Die große Nachfrage zeigt auch, dass gerade jetzt während der Corona-Pandemie viele Sehnsucht nach kraftspendenden Worten haben, die der Seele guttun. Auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen werden deshalb die Segenstankstellen zu finden sein.

„Die schlichten und stilvollen Aufkleber sind für mich angenehme Unterbrechungen im Alltag: Ich werde daran erinnert, dass das Wesentliche im Leben nicht kontrollierbar ist und ich erfahre einen Zuspruch, der diese Welt übersteigt“, lobt Tobias Aldinger, Referent für Glaubenskommunikation, Evangelisierung und das diözesane Bonifatiuswerk im Erzbischöflichen Seelsorgeamt Freiburg, die Aktion. „Segen – nah bei den Menschen, auf ihren Alltagswegen, das finde ich klasse und wichtig, gerade in diesen Zeiten“, ergänzt Pfarrerin Silke Obenauer, Referentin bei den Missionarischen Diensten im Evangelischen Oberkirchenrat Karlsruhe.

Jede und jeder kann mitmachen

Die Idee zu der ökumenischen Initiative hatte Simone Enthöfer, Landespfarrerin für Missionale Kirche im Zentrum Gemeinde und Kirchenentwicklung der Evangelischen Kirche im Rheinland mit Sitz in Wuppertal. Sie betont, dass jede und jeder durch die Segensworte eine Stärkung erfahren könne – unabhängig von der Religions- oder Konfessionszugehörigkeit.

So können sich nicht nur Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen an der Aktion beteiligen. Alle Interessierten können unter https://shop.marburger-medien.de/top-themen-events/segenstankstelle die Sticker-Postkarten und Mini-Plakate bestellen. Unter www.mi-di.de/materialien/ich-brauche-segen wird zudem kostenloses Zusatzmaterial für Gottesdienste, Aktivitäten von Jugendgruppen und für Social Media zur Verfügung gestellt. Wer die Sticker-Karten oder Mini-Plakate aufhängt, kann dies mit einem Foto unter dem Hashtag #ichbrauchesegen auf Social Media teilen.

An „Ich brauche Segen“ beteiligen sich neben der Evangelischen Landeskirche in Baden und der Erzdiözese Freiburg unter anderem weitere Landeskirchen und Bistümer: etwa die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, das Bistum Osnabrück, das Bistum Speyer, das Bistum Regensburg, das Bistum Trier und das Bistum Hildesheim.
 
  

Alexandra Weber

Stellvertretende Pressesprecherin