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Nicht wegschauen und mutlos schweigen
Badischer Landesbischof erinnert an Reichspogromnacht und Schuld der Kirchen
Karlsruhe, (07.11.2020). In Erinnerung an die Reichspogromnacht am 9. November 1938 hat der badische Landesbischof, Jochen Cornelius-Bundschuh betont, dass evangelische und jüdische Gemeinden „unauflöslich“ verbunden seien. Es sei ein langer Weg gewesen, „bis die Kirchen nach dem Zweiten Weltkrieg den Mut fanden, ihre Schuld zu bekennen und umzukehren“. Heute, so der Landesbischof weiter, „widerstehen wir als badische Landeskirche allen Formen des Antisemitismus, wie er sich gerade wieder in unserer Gesellschaft breit macht“.
Mit dem Angriff auf jüdische Mitmenschen, auf ihre Synagogen und Geschäfte habe der Antisemitismus am 9. November 1938 in Deutschland offen „sein schreckliches Gesicht“ gezeigt. „Gewalttätiger Hass verband sich mit einem rassistischen Überlegenheitsgefühl; die, die hätten widerstehen sollen, schauten weg und schwiegen mutlos, auch in den Kirchen“, so Jochen Cornelius-Bundschuh.
Deshalb sei die Erinnerung an dieses Datum so wichtig. Sie helfe, „die Gegenwart klarer zu sehen und Orientierung zu finden für die Zukunft“. Heute knüpfe die Kirche auf allen Ebenen Verbindungen mit den jüdischen Gemeinden in Baden. Gemeinsam suchten und förderten evangelische und jüdische Gemeinden „ein Miteinander, das die Menschenwürde achtet, vielfältige Lebenswege ermöglicht und einen respektvollen Umgang miteinander einübt.“
Lesen Sie hier das Wort des Landesbischofs zum 9. November 2020 im Wortlaut:
https://www.ekiba.de/html/aktuell/aktuell_u.html?&m=16515&cataktuell=&m=19431&artikel=27760&stichwort_aktuell=&default=true
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