Berichte und Bilder

Ich helfe dir – ist doch klar!
Zu diesem Thema fand am letzten Samstag (10.11.2018) in den Räumen des MundWerks ein Funkenschlag-Mittag statt. Eingeladen hatte die katholische Seelsorgeeinheit Letzenberg gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern.
Es ist nicht so einfach zu erspüren, wenn ein Freund/eine Freundin Hilfe braucht. Ebenso schwer ist es manchmal, selbst nach Hilfe zu fragen oder wahrzunehmen, wenn fremde Menschen Hilfe benötigen.
Darüber und über vieles mehr sprachen wir, nachdem erst jedes Kind/jede Jugendliche sich selbst Gedanken dazu gemacht und diese auf ein Papier geschrieben hatte.
Erst einmal damit begonnen, fiel den Kindern und Jugendlichen so manches eigene Beispiel ein und so war es nicht schwer, sich mit Hilfe der jugendlichen Teamer (wir erhielten Unterstützung von 4 Mädchen aus Wiesloch und einer Jugendlichen aus Rauenberg) Szenen zu überlegen, die sie spielerisch nachstellten. Diese wurden fotografiert und sollen beim Gottesdienst am 24. November in einer kleinen Foto-Show den Besuchern gezeigt werden.
„Kinder für Kinder“, so lautete im Anschluss unsere Devise. Die Idee von Bettina Hartnagel, selbst in der Adventszeit etwas zu tun um anderen Kindern zu helfen, wurde schnell befürwortet und eifrig wurde im zweiten Teil der Veranstaltung gebastelt, um für einen Adventsverkauf gerüstet zu sein.
Die Jungs und Mädels hatten riesigen Spaß daran, bunte und gut riechende Badesalze selbst zu mischen. Ebenso wurde der „Kartenmaltisch“ belagert. Insbesondere die Jugendlichen zauberten dort wunderschöne Karten die, so hoffen wir, von möglichst vielen Menschen gekauft werden, um unsere Idee zu unterstützen. Tische, an denen Fenstersterne und Tannenzapfenmobiles gebastelt werden konnten, rundeten unser Kreativangebot ab. Wir waren am Ende riesig stolz auf die Ergebnisse und beim und nach dem gemeinsamen Pizzaessen wurde einheitlich festgestellt, dass der Mittag mal wieder „richtig toll“ war. Mit dem Erlös ist geplant, dass der Verein MundWerkStatt gemeinsam mit der Kooperationsgruppe kostenlose Kinderveranstaltungen anbietet, an denen auch Kinder aus Familien mit wenig Geld teilnehmen können. Der Wunsch der Funkenschlag-Kinder ist, noch weitere Bastelmittage oder auch Tablet-Mittage zu erleben, an denen kleine Filme gedreht werden können.
 
Ein erster Verkauf unserer gebastelten Werke ist am Samstag, 24. November nach dem Kinder- und Jugendgottesdienst im Evangelischen Gemeindehaus um 17:00 Uhr. Wir freuen uns auf viele Besucher!
Text und Fotos - Ulli Ihle-Herzel

Ökumenischer Funkenschlag-Gottesdienst mit dem Thema „Ich will respektvoll behandelt werden. – Das wünsche ich mir von dir.“

Am Samstag, den 18. November fand im evangelischen Gemeindehaus ein ökumenischer Gottesdienst statt, zu dem die evangelische Paulusgemeinde sowie die Seelsorgeeinheit Letzenberg und die KJG Rauenberg eingeladen hatten.

Vorbereitet und mitgestaltet wurde er von Kindern und Jugendlichen der Gruppe Funkenschlag, die das Gottesdienstthema auch an ihrem Funkenschlag-Wochenende am 21.22. Oktober intensiv behandelt hatten.

Die Gruppe zeigte in einem kleinen Anspiel, wie sie auf Situationen, in denen sie respektlos behandelt wurden, mit einer klaren Beschreibung der Situation, der Benennung von Gefühlen und einer positiv formulierten Bitte ihrem Gegenüber begegnen können (angelehnt an das Kommunikationsmodell der „Gewaltfreien Kommunikation“ nach Marshall Rosenberg). Das ist nicht immer leicht und nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen fällt es meist schwer, Menschen die einem schlechte Worte entgegenbringen, respektvoll zu behandeln.

Hier ein Beispiel, wie Schüler an einen Lehrer herantreten könnten: „Wir haben Ihnen gesagt, dass wir das Thema der Klassenarbeit noch nicht behandelt haben. Und morgen schreiben wir die Arbeit! - Wir sind zornig und fühlen uns nicht ernst genommen. Wir fühlen uns unverstanden! - Bitte vertrauen sie uns doch und glauben uns!“

Nicht nur das Thema „Vertrauen“ wurde somit aufgegriffen. In anderen Situationen die die Funkenschlaggruppe vorstellte, ging es darum, dass die Kinder wünschen, dass sich ihr Gegenüber beherrscht (im Gegensatz zu unbeherrscht anschreien und schlagen) oder fair zu ihnen ist (im Gegensatz zu ungleichem Behandeln).

„Der Predigt konnte ich sehr gut zuhören. Pfarrerin Alisch hat mir direkt aus dem Herzen gesprochen. Was sie gesagt hat, denke ich auch. Das hat mir sehr gut getan,“ - so die Aussage einer Jugendlichen auf die Frage, wie ihr der Gottesdienst gefallen hat.

Kinder und Jugendliche stark machen – und dies mit Gemeinschaftserlebnissen, Gesprächen und der Vermittlung religiöser Werte, die ihnen Sicherheit im Umgang mit anderen und im täglichen Leben geben. – Das ist „Funkenschlag“. – Dass Funken überspringen. Und wenn sie noch so klein sind.

Der Musikgruppe „L´orage éclate“ gilt ein großes DANKE zu sagen! – Sie bereicherte den Gottesdienst wieder mit ihren Liedern die Lust zum Mitsingen machten und den Gottesdienst mit zu einem besonderen Erlebnis werden ließen.

Wir freuen uns auf nächste Funkenschlag-Treffen und Gottesdienste! – Informationen und Fotos von unseren Veranstaltungen finden Sie auf den Homepages der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden.

Das Funkenschlag-Team

Ein Hut für Tom

4. Funkenschlag-Wochenende – ein Kinder- und Jugend-Wochenende der Kommunikation und Gemeinschaft
Gelungene Kooperation zwischen der Paulusgemeinde Wiesloch, der Seelsorgeeinheit Letzenberg und der KJG Rauenberg

„Themen, Essen, Basteln, - alles Spitze!“, so die Rückmeldung einer Mutter, die es sich nicht nehmen ließ, den Organisatorinnen in einem E-Mail die Begeisterung ihrer beider Kinder mitzuteilen.
„Lieber Gott, ich bitte dich darum, dass es Funkenschlag noch lange gibt und dass wir uns wieder treffen. Ich komme auf jeden Fall wieder.“ –
Auch diese Aussage eines 10-jährigen Jungen am Sonntagmorgen beim offenen Gebet drückte aus, wie wichtig diese Wochenenden für die teilnehmenden Kinder- und Jugendlichen geworden sind.
Funkenschlag: was ist das?
Schon der Name besagt, was die katholische Gemeindereferentin Bettina Hartnagel und die ehrenamtliche Mitarbeiterin der Seelsorgeeinheit Ulrike Ihle-Herzel mit ihrer Funkenschlag-Idee verfolgen: Funken sollen entfacht werden und überspringen. Kleine Funken die den Kindern Sicherheit und Kraft geben können für ihren oft stressigen und kräftezehrenden Schul-, Familien- und Freundes-Alltag. Funken, die religiöse Werte wie Hilfsbereitschaft, Achtsamkeit, Empathie und eine wertschätzende Kommunikation vermitteln, wie z.B. beim aktuellen Thema bei dem es um Respekt für sich selbst und andere geht.

Am 22. und 23. Oktober war es wieder soweit. Für rund 10 Kinder ab der 5. Klasse stand schon samstagmorgens die Frage im Raum, was man tun kann, wenn andere Menschen Grenzen überschreiten und es mit Worten und Taten an Respekt fehlen lassen. Kompetente Hilfe beim Thema erhielt die Gruppe von Jürgen Mörixbauer, der das für das Alter abgestimmte Training „Sicherheit nach Noten“ durchführte und wichtige Tipps und Strategien aufzeigte. Rückblickend waren sich alle einig: Durch die intensiven Übungen gewannen die Kinder an Sicherheit und Selbstbewusstsein.
Nach der Mittagspause vergrößerte sich die Gruppe durch einige 4.-Klässler und ein weiteres Thema stand an. Respektvoll mit anderen umgehen kann nur, wer auch respektvoll und wertschätzend mit sich selbst umgeht.
Doch wie schwer ist es manchmal, seine eigenen Stärken und Talente zu erkennen und zu ihnen zu stehen!
Die Geschichte „Ein Hut für Tom“, vorgelesen von der evangelischen Pfarrerin Sandra Alisch, beschrieb das Dilemma eines 10jährigen Jungens, der auf der Suche nach seinen Talenten viel zu sehr damit beschäftigt war, es allen anderen recht zu machen.
Nach einem inhaltlichen Gespräch setzte sich die Gruppe zum Ziel, zu jedem Buchstaben des Alphabets Eigenschaften, Stärken und Talente zu suchen, die „starke Kinder“ charakterisieren.
Ein eigenes „Starke-Kinder-Alphabet“ entstand und mit dieser Fülle an Ideen fiel es den Kindern leicht, ihre eigenen Stärken und Talente aufzuschreiben und später dann kreativ in Form von gebastelten Hüten und Leinwandmalerei auszudrücken.
Viel zu schnell ging der Mittag zu Ende, ebenso wie der Abend, der von Annika, Lukas und Lilly, drei Rauenberger KJG-lern, gestaltet wurde. - Eine Nachtwanderung, gespickt mit „Rauenberger Geschichten“, Spielen und ein Filmabend brachten den Kindern weitere, kurzweilige Stunden.
Abgerundet und beendet wurde das umfangreiche Wochenendprogramm nach einem üppigen Frühstück, Morgensport, einer Reflexionsrunde und Gebeten die an Gott gerichtet wurden. Dabei fanden die Kinder viele Bitten die aus dem Herzen kamen, wie zum Beispiel die Bitte, von Gott Hilfe zu erhalten, die Stärken und Talente für sich selbst und für andere gut einzusetzen.
Abschließend waren alle einer Meinung: „Es war echt toll, was wir geschafft haben und wir kommen wieder!“
Anmerkung: Informationen zu Funkenschlag erhalten Sie über die Homepage der Katholischen Seelsorgeeinheit Letzenberg (www.kath-letzenberg.de).

http://www.kath-letzenberg.de/html/rauenberg_funkenschlag.html

 

 
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