Berichte und Fotos von 2020

Wir denken an unsere Konfis - in Corona-Zeiten...

Am 17.05.2020 wäre bei uns Konfirmation gewesen, doch leider lässt dies die aktuelle Corona-Lage nicht zu. Wir denken trotzdem an unsere Konfis und haben uns per Videokonferenz zusammengesetzt und eine kleine Überraschung geplant. Am eigentlichen Konfirmationssonntag hat jeder Konfi ein Bild mit seinem Konfirmationsvers, ein paar persönliche Worte, ein Bild von sich am Anfang des Konfijahres und einem Holzkreuz mit Anleitung bekommen.
Wir vom Konfiteam denken an euch und hoffen, dass wir eure Konfirmation bald nachholen können.

Vertrauen auf Gott ermöglicht Herzenswünsche

Ökumenischer Neujahrsempfang am 12.Januar in Rauenberg

Rauenberg. (BeSt) Der zehnte Ökumenische Neujahrsempfang der katholischen Pfarrgemeinden Rauenberg, Rotenberg und Malschenberg sowie der evangelischen Paulusgemeinde wurde im Pfarrzentrum begangen, zuvor hatten Pfarrerin Sandra Alisch und Gemeindereferentin Bettina Hartnagel einen ökumenischen Gottesdienst in der St. Peter und Paul Kirche gefeiert.

In ihrer Begrüßung stellte die Gemeindereferentin der katholischen Seelsorgeeinheit Letzenberg den gemeinsamen Gottesdienst unter das Leitmotiv der evangelischen Jahreslosung aus dem Markus-Evangelium für das Jahr 2020: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“ Ausgehend von dem Jahresmotiv und dem Bonhoeffer-Lied „Von Guten Mächten wunderbar geborgen“, fragte die Pfarrerin der evangelischen Paulusgemeinde in ihrer Ansprache nach den Hoffnungen und Sorgen für das begonnene Jahr. In Verbindung mit der Perikope aus dem Markus-Evangelium stellte sie fest, dass die großen Herzenswünsche der Menschen nicht einfach mit Geld zu erfüllen seien, sondern nur durch Vertrauen auf Gott möglich werden könnten, was auch ganz im Sinne des Liedautors Dietrich Bonhoeffer sei.

Im katholischen Pfarrzentrum begrüßte die Band „L’orage éclate“ (Dirk und Dominik Schöttler sowie Martin Hillenbrand) und sorgte mit ihren Musikbeiträgen für Kurzweiligkeit.

Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Roswitha Schöttler zeigte sich erfreut, dass bereits zum zehnten Mal die evangelischen und katholischen Gläubigen sich mit einem ökumenischen Neujahrsempfang ihrer Verbundenheit versicherten. Dankbar sei sie für die Lebendigkeit der einzelnen Pfarrgemeinden, die nur durch eine Vielzahl von Ehrenamtlichen erhalten werde. Im vergangenen Jahr habe sich mit der Verwirklichung des Denkmals für Sternenkinder auf dem Friedhof gezeigt, wie fruchtbar eine gute Zusammenarbeit zwischen den Konfessionen und der politischen Gemeinde sein könne.
Ein Schock sei im Frühjahr 2019 durch die katholischen Gemeinden des Erzbistums Freiburg gegangen, als die Bistumsleitung mit der „Pastoral 2030“ eine erneute Neuordnung der Seelsorgeeinheiten ankündigte. Das Bistum umfasst in nahezu 1.100 Pfarreien und 224 Seelsorgeeinheiten knapp zwei Millionen Katholiken in Baden und Hohenzollern, welche künftig in 40 Kirchengemeinden neu geordnet werden sollen. Für unsere Region stünden aktuell zwei Lösungen zur Debatte, so Schöttler, entweder bilde das gesamte bisherige Dekanat Wiesloch-Schwetzingen eine neue Einheit mit fast 95.000 Gläubigen oder es entstünden zwei geistige Zentren in Schwetzingen und Wiesloch.
Sie zeigte sich überzeugt, dass der Glaube nur in den Gemeinden vor Ort und den örtlichen Gruppen am Leben erhalten werden könne. In ihrem Ausblick auf das Jahr 2020 lud sie zur Pfarrgemeinderatswahl am 22. März, zu der bis Ende Januar noch Kandidaten gesucht werden; zur ökumenischen Reise der Pfarrgemeinden mit Bettina Hartnagel an Pfingsten, zu der eine Anmeldung bis Ende Januar möglich sei; zum Jubiläum 50 Jahre KjG Rauenberg am 27. Juni in den Hof des Pfarrzentrums und zur Firmung im November ein.

Stadträtin Christiane Hütt-Berger überbrachte stellvertretend die Neujahrsgrüße der Stadtverwaltung, der Gemeinde- und Ortschaftsräte und zeigte sich stolz, dass in Rauenberg sein solch starkes Zeichen des ökumenischen Miteinanders zum Jahresbeginn seit zehn Jahren gesetzt werde. Ehrenamtliche seien aus der Kommunalpolitik ebenso wie aus den Pfarrgemeinden nicht mehr wegzudenken, so die Bürgermeister-Stellvertreterin. Die sei im vergangenen Jahr bei den Kommunalwahlen und den Wahlen zum Ältestenkreis ebenso deutlich geworden, wie es nun bei den bevorstehenden Pfarrgemeinderatswahlen sei. Das bevorstehende Jahr 2020 könnte ein Jahr der Veränderung werden, wovor man sich aber nicht fürchten solle, es sei vielmehr ein jeder aufgerufen, dieses mitzugestalten, dann werde die Zukunft sicher gut, so Hütt-Berger.

Acht Älteste sind am ersten Advent für die evangelische Paulusgemeinde gewählt worden, freute sich die bisherige Ältestenkreis-Vorsitzende Ursula Zachmann, dazu gehörten auch drei bewährte Gesichter aus Rauenberg, ausgeschieden sei Wolfgang Starke. Im vergangenen Dezember sei zudem das Fundament für den neuen Glockenturm am Paulushaus in Malsch gegossen worden, dieser solle bis Ostern stehen, sodass die alten Glocken aus Malsch, welche bisher in Rotenberg eingelagert seien, endlich Paulus wieder hörbar machen würden. Zudem habe im vergangenen Jahr eine externe Gemeindeberatung sowie die Visitation durch das Dekanat stattgefunden, wobei das lebendige ökumenische Leben der Gemeinde in der evangelischen Diaspora positiv aufgefallen sei. Neben den bisherigen besonderen Angeboten wie Wusel-Gottesdienst, Kirche Kunterbunt und Erdbeerfest wird es dieses Jahr am 26. Januar ein Konzert mit dem Ensemble „La Rosa Enflorece“, am 13. Februar ein Konzert mit Clemens Bittlinger, am 17. März den Kraichgau-Abend und am 29. März einen Mundart-Gottesdienst geben, freute sich Frau Zachmann.
Oberstes christliches Gebot sei es allerdings, sich für eine nachhaltige Erhaltung und Entwicklung der Schöpfung einzusetzen, so Ursula Zachmann in ihrem Schlusswort.

 

 
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