Strukturprozess zur Sicherung unserer Zukunft

"Alles hat seine Zeit" – gerade auch in der Kirche! Für über 8000 evangelische Christen weit über die Kernstadt hinaus unterhält die Kirchengemeinde zwei Kirchen, drei Gemeindezentren, Gemeinde- und Pfarrhäuser, Kindergärten und vieles mehr.

Unsere Gesellschaft schrumpft aber dramatisch, die Alterspyramide kehrt sich um. Von dieser Entwicklung bleibt unsere Kirche nicht verschont. Die Einnahmen decken nicht mehr die Ausgaben. Gleichzeitig hat das Umweltprojekt "Grüner Gockel" ans Licht gebracht, welcher Modernisierungsaufwand in den kirchlichen Gebäuden ansteht, wenn sie energetisch saniert werden sollen – und nur so werden wir sie weiter unterhalten können!

Allerdings hat die Kirchengemeinde dank einer großen Erbschaft jetzt die Möglichkeit, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Mit dem hart erarbeiteten, uns anvertrauten Vermögen dürfen wir nicht eine Infrastruktur aufrechterhalten, die für ihre Zeit gut und richtig war, in wenigen Jahrzehnten aber ganz anders gebraucht wird.

Zunächst freiwillig, weil jedes Zuwarten die Probleme nur vergrößern würde, hat sich die Kirchengemeinde deshalb 2010 dem Haushaltsstruktursicherungskonzept der Landeskirche unterworfen. Durch die neuere Haushaltsentwicklung ist die Gemeinde aber jetzt auch von Gesetzes wegen verpflichtet, ein Haushaltssicherungskonzept zu erarbeiten und in spätestens sechs Jahren einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen.

Aber nicht nur finanzielle Zwänge sollen den Strukturprozess bestimmen. Wichtiger noch ist die inhaltliche Seite, denn darum geht es: dass die Kirchengemeinde ihren kirchlichen Auftrag auch in Zukunft noch erfüllen kann. Deshalb hat sich die Gemeinde ein Zielfoto 2025 gegeben. Wichtigste Änderung ist eine immer stärkere Zusammenarbeit ohne Rücksicht auf Pfarreigrenzen, vor allem in der Kernstadt (Gruppenamt).

 

 
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