Ausführliche Berichte 2017

Einweihung der neuen Orgel im Paulus-Haus in Malsch am 10.12.2017

Anlässlich eines feierlichen Gottesdienstes zum 2. Advent konnte die evangelische Paulusgemeinde die neue Orgel in ihrem Paulus-Haus an der Rotenberger Straße in Besitz nehmen.

Pfarrerin Sandra Alisch zeigte in ihrer Ansprache zur Orgelweihe den Weg zum neuen Musikinstrument auf: Nachdem das Gemeindezentrum West (ehemals Christuskirche) in der Wieslocher Dr.-Martin-Luther-Straße im Januar 2016 aufgegeben wurde, konnte die dortige 14 Register umfassende Orgel an die evangelische Kirchengemeinde St. Leon‑Rot verkauft werden, wo sie seit dem 6. März 2006 erklingt. Der Erlös aus diesem Verkauf ermöglichte die Neuanschaffung einer neuen passgenauen Orgel für das neue Paulus-Haus in Malsch. Als Orgelbauer wurde hierzu die Waldkircher Orgelbauhauwerkstatt Jäger & Brommer mit Sitz in Waldkirch im Breisgau ausgewählt. Eine für die Paulusgemeinde bekannte Orgelbaufirma, hatte sie doch die inzwischen verkaufte Orgel im Wieslocher Gemeindezentrum West einst gebaut und nach St. Leon-Rot umgezogen sowie zudem 2002 die Orgel im evangelischen Gemeindehaus in Rauenberg errichtet.

Das neue sieben Register umfassende Instrument eröffnete den Gottesdienst mit Georg Friedrich Händels „Grave aus der F-Dur-Sonate“, gespielt von Jan-Luca Lentz an der Orgel, mit Violoncello (Sabine Rotsch) und Querflöte (Silke Potschies). Als erstes Gemeindelied begleitete das neue Instrument das Lied „Dass du mich einstimmen lässt in deinen Jubel, o Herr“. Diese kleine Königin der Instrumente zeigt neben ihrer mechanischen Spiel- und Registertrakturen mit einem Manual und Pedal eine technische Besonderheit: Auf einem zweiten in die Orgel integrierten Manual kann ein Digitalpiano zugeschaltet werden.

Bei dem sich an den Gottesdienst anschließenden Empfang überbrachte Bürgermeister-Stellvertreter Robert Krippel die besten Grüße der Gemeinde Malsch, zugleich zeigte er sich erfreut, dass es in Malsch nun zwei sakrale Räume mit Pfeifenorgeln gäbe. Der Vorsitzende des evangelischen Kirchengemeinderates Wiesloch, Dr. Jochen Beurer, zeigte sich in seiner Ansprache zufrieden, dass man mit der neuen Orgel für Malsch ein passgenaues Instrument für das neue Paulus-Haus angeschafft wurde. Orgelbauer Heinz Jäger führte aus, dass innerhalb einer Woche die Installation des 446 Pfeifen umfassenden Instrumentes in Malsch erfolgt sei.

Eine Orgelführung „für kleine und große Pfeifen“ bot Dr. Martin Kares, Kirchenrat für Orgel- und Glockensachverständiger der evangelischen Landeskirche Baden an. Dabei stellte er das neue Instrument den Besuchern vor. Ihm zufolge können Orgeln auf eine über 2.000 Jahre alte Geschichte zurück blicken, bereits die alten Griechen hätten den Orgelbau beherrscht. Vor 800 Jahren sei die erste Orgel nördlich der Alpen nachgewiesen worden, dabei könne jedes Instrument mit einem lebendigen Haus verglichen werden, das aus mehreren Wohnungen (den Registern) bestehe, hierin fänden kleine und große Bewohner (Pfeifen) ihren Platz und ihren Ton.
Ein wunderbares Bild – des lebendigen Hauses – auch für das neue Paulus-Haus der evangelischen Gemeinde in Malsch.
(Bericht: Benjamin Starke)

5. SprechCafé war wieder ein Erfolg :)!

Am 15. November fand im MundWerk das 5. Sprech-Café für Frauen und Kinder aller Nationalitäten statt. Dieses Mal wurde der inhaltliche Ablauf von Jutta Stier, Daniela Lieske und Ulrike Ihle-Herzel vorbereitet. Wir alle waren gespannt auf den Mittag, denn es war so einiges geplant:
Im gemeinsamen Tun wollten wir wieder Kommunikation und Sprache fördern!
Daniela Lieske begrüßte alle Anwesenden und ganz besonders Waltraud Greulich, die Vorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft, die nicht nur gekommen war um zu sehen, was wir in unseren Sprech-Cafés machen, sondern auch, weil sie eine Spende an den Asylkreis übergeben wollte.
An dieser Stelle vielen herzlichen Dank an die Frauen der Frauengemeinschaft für die großzügige Spende von 500,-€. Dieses Geld soll dafür verwendet werden, dass Integrationsideen die im MundWerk durchgeführt werden, weiter stattfinden können.
Nach unseren Einstiegsritualen und einem Namensspiel trennten wir die Gruppen und es ging beim praktischen Tun weiter. Es war geplant, unser Oktober-Thema nochmals aufzugreifen. Während wir im Oktober über Obst- und Gemüse-Rezepte gesprochen und diese zu Papier gebracht haben, sollte jetzt ein kleines Kochbuch gebunden werden. Besonders die Kinder halfen dabei mit Feuereifer!
Im Atelier des MundWerks wurden währenddessen Tischlaternen gebastelt. Alle staunten über die schönen bunten Laternen, die dabei entstanden.
Nachdem beim gemütliche Beisammensein mit Kaffee, Tee und mitgebrachtem Kuchen noch weiter gelacht, gesprochen und Gemeinschaft erlebt wurde, fand der schöne Mittag im MundWerk-Hof seinen Abschluss: Wir tanzten mit den leuchtenden Laternen einen Lichtertanz.
„Heute war es schön!“ meinten unsere beiden syrischen Mädchen Aya und Duha beim Gehen. „Wir haben so viel gemacht! Das hat uns gefallen! – Wann dürfen wir wieder kommen?“
Dieses Lob ist bezeichnend für die Sprech-Café Mittage. Wir freuen uns sehr, dass unser Konzept bei allen – auch bei vielen „Rauenbergern“, großen Anklang findet.
Im nächsten Jahr geht es weiter!
Das Rauenberger Sprech-Café-Team

Ältesten-Rüste auf dem Schwanberg
am 10.-12. November 2017

v.l.n.r. Steffen Rotsch, Ursula Zachmann, Pfarrerin Sandra Alisch, Martina Krause, Tanja Knab, Ute Marquart-Ziegler

Ein wunderschönes Wochenende durften wir Älteste der Paulusgemeinde auf dem Schwanberg verbringen.
In der ersten Arbeitseinheit überlegten wir, was wir tun können, wenn plötzlich kurz vor Gottesdienstbeginn ein Anruf kommt, dass die Liturgin / der Liturg verhindert ist. So erarbeiteten wir einen „Gottesdienst-Notfallplan“.
Desweiteren beschäftigten wir uns mit der „Barmer Theologischen Erklärung“ von 1934 – ein wirklich spannendes Thema!
Am Samstag Abend besuchten wir in der St.Michaelskirche Schwanberg das Konzert „Deus Meus“ Gregorianischer Choral und Instrumentalimprovisation – ein beeindruckendes Erlebnis.
Aber auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz bei kleinen Wanderungen, Spieleabend und Gesprächen.
Am Sonntag nach Gottesdienst und Mittagessen hieß es schon wieder Abschied nehmen vom Schwanberg – bei leichtem Schneefall. Es war eine bereichernde Zeit und wir bedauerten sehr, dass einige „Paulaner“ aus Krankheitsgründen nicht teilnehmen konnten.
(U.Zachmann)

Es war ein wunderschönes Konzert im Gemeindehaus in Rauenberg mit dem Quartett La Rosa Enflorece

Das Speyerer Ensemble La Rosa Enflorece setzte sich im Reformationsjahr mit Martin Luther und seinen Liedern auseinander und verknüpfte diese mit der anrührenden wie auch virtuosen Musik der sephardischen Juden, die 1513 von der iberischen Halbinsel nach Deutschland, Frankreich und in die USA vertrieben wurden.

Pfarrerin Sandra Alisch freute sich bei ihrer Begrüßung besonders, dass es gelungen sei, die Kammermusiker nach Rauenberg zu holen. Die Sprecherin der Wieslocher Initiative Stolpersteine, Patricia Hillier, erinnerte an den Jahrestag der Deportation von 6.000 Juden aus Baden, dem Saarland und der Pfalz am 23. Oktober 1940. Diese wurden innerhalb eines Tages in Heidelberg zusammengezogen und ins französische Gurs verschleppt, darunter auch 30 Personen aus Wiesloch. Frau Hillier rief dazu auf, im Hier und Jetzt weiterhin restriktiv gegen Antisemitismus vorzugehen.

Zum Auftakt überraschte Almut Werner an der Blockflöte mit virtuosem Vogelgezwitscher. Später vereinigte sich die Musik der Flöte mit dem Sopran von Almut-Maie Fingerle sowie den beiden Instrumenten Violine (Daniel Spektor) und Theorbe (Johannes Vogt) zu einem harmonischen Klang in den Stücken „Le Rossignol en Amour“, „Die beste Zeit im Jahr ist mein“ und dem „Paxaro d’hermozura“, bei dem die Violine die Nachtigall der Liebe gekonnt unterstrich und ein überraschend lautes Ende fand.
Immer wieder neu gelang es den Musikern, dem Konzertthema „Dialogo“ gerecht zu werden und einen musikalischen Brückenschlag zwischen Religionen, Kulturen und Epochen zu errichten. Auch Martin Luther unternahm zur Verbreitung seiner neuen Theologie Brückenschläge und nutzte bekannte sowie beliebte Liedmelodien und versah sie mit einem Texten. Diese Kontrafraktur stellte das Quartett am Beispiel „Sie gleicht wohl einem Rosenstock“ vor, was ein sehr populäres Tanzlied in der damaligen Zeit gewesen ist und unter dem neuen Luther-Titel „Nun freut euch liebe Christenheit“ eine schnelle Verbreitung fand.
Durch die Liedzusammenführungen zu thematischen Musikeinheiten führte das Ensemble gekonnt den Dialog der Kulturen und Religionen fort: Das jüdisches Hauptgebet, das Kaddisch wurde dazu mit Luthers „Vater Unser im Himmelreich“ verbunden, was den Sopran durch wechselnde Melodien immer neu forderte, aber durch die abwechselnden Begleitinstrumente immer neu zur Geltung brachte.
Die Not der Frauen in vielen Kulturen wurde danach thematisiert. Auf Luthers Klagelied: „Aus tiefer Not ruf ich zu dir“, folgte das italienische Klagelied einer jungen Frau, die ins Koster ziehen musste: „Madre non mi far monaca“, bevor die „Klagebrücke“ in das Französische und Sephardisch-Jüdische gespannt wurde.

Die gute Akustik des evangelischen Gemeindehauses gepaart mit den hervorragenden Musikern ließ auch den letzten musikalischen Dialog zwischen Liebenden voll gelingen.
Zunächst kämpften Flöte und Violine rein instrumental als Liebespaar gegeneinander in der „Sonata in Dialogo“ an. Vater-Sohn-Konflikte wurden besonders eindrücklich bilingual in Hebräisch und Aramäisch im „Chanson Hébraique“ deutlich und endeten in überraschender Stille. Dass es Liebenden gelingen kann, Orient und Okzident zu verbinden, zeigten jüdisch-arabische Liebeslieder ebenso wie spanisch-arabische Stücke oder das traditionsbeladene türkische „Esmerim“, welches Hochzeiten, Trauer und Selbstverantwortung der Liebe beinhalteten.
Dem Quartett „La Rosa Enflorece“ war es mit der Zusammenstellung der Lieder im Kammerkonzert gelungen, einen Austausch zwischen geistigen und weltlichen Liedern verschiedenster Religionen und Kulturen zu ermöglichen und dazu einen wahren musikalischen Dialog in Vielfalt betrieben.
(Bericht von Benjamin Starke)

Rückblick auf unser 4. Sprech-Café

Am 4. Oktober fand im MundWerk das 4. Sprech-Café für Frauen und Kinder aller Nationalitäten statt. Daniela Lieske, Bettina Hartnagel (Katholische Gemeindereferentin) und Ulrike Ihle-Herzel (Leiterin MundWerk) entwickelten gemeinsam den inhaltlichen Ablauf. Dieses Mal sollte sich alles um das Thema Obst und Gemüse drehen und wir überlegten, wie wir spielerisch „Deutsch lernen“ und mit den Frauen und Kindern ins Gespräch kommen könnten.
Pünktlich zu Beginn des Programms fand sich eine schöne Teilnehmerzahl zusammen. Sogar aus Bammental und aus Wiesloch kamen Gäste! Unser Gute-Laune-Einstiegslied „Simama-Ka“ trug wieder dazu bei, eine lockere Atmosphäre zu schaffen. Dank eines gespendeten Leucht-Globusses konnten wir die Herkunftsländer aller Anwesenden auf der Erdkugel suchen und kennzeichneten sie mit bunten Klebepunkten.
Dann ging es auch schon gleich mit unserem Thema los: Jede Frau und jedes Kind durfte sich ein Obststück aus der Kreismitte aussuchen und es benennen. „Ich habe eine Banane. Sie ist gelb“. – Das hört sich leicht an, aber für manche Frauen war dies eine große Herausforderung und alle freuten sich über kleine und große Erfolge bei der Aussprache mit. Beim Spiel „Obstsalat“ ging es lustig zu! Die Obstsorten wurden so spielerisch immer wieder benannt und gemeinsam halfen wir, wenn das Wort für die betreffende Sorte mal nicht gleich parat war.
Anschließend versammelten wir uns an den mit Tischdecken, Herbstschmuck und Servietten schön gedeckten Tischen und die Frauen erzählten, welche Obst- und Gemüsekuchen sie für den Nachmittag zu Hause gebacken hatten. Dabei wurden der Rezeptname, das Herkunftsland des Rezeptes und einige Zutaten genannt.
Dann hieß es „Guten Appetit“ und gemeinsam aßen wir von den vielen mitgebrachten Leckereien.

Doch der Mittag war noch nicht zu Ende!
Naheliegend war, dass wir die Rezepte der mitgebrachten Speisen austauschen, aufschreiben und damit ein kleines Rezeptbuch erstellen. Die Frauen schrieben deshalb mit Bettina Hartnagel gemeinsam die Rezepte auf während die Kinder mit Ulrike Ihle-Herzel zusammen Bilder dazu malten. Wir sind gespannt darauf, wie das Kochbüchlein später aussehen wird!
Um diese schönen und bereichernden Sprech-Café-Mittage durchführen zu können, hat sich ein großer Kreis an Kooperationspartnern zusammengefunden. Daniela Lieske (GVV Rauenberg), Bettina Hartnagel (Gemeindereferentin der katholischen Seelsorgeeinheit Letzenberg) und Ulrike Ihle-Herzel (Leiterin MundWerk) erhalten aktive Hilfe von vielen Frauen vom Rauenberger Asylkreis, von der Seelsorgeeinheit Letzenberg und von der evangelischen Paulusgemeinde Wiesloch. All diesen HelferInnen möchten wir ganz herzlich danken.
Weitere Sprech-Cafés finden jeweils mittwochs am 15. November und 21. Februar statt. Wir freuen uns schon jetzt auf alle Frauen und Kinder verschiedenster Nationalitäten!

 

Festgottesdienst anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Singkreises Rauenberg

Einen wunderschönen Festgottesdienst durften wir am 24. September 2017 im Gemeindehaus in Rauenberg feiern – Anlass: 30 Jahre Frauenkreis und 25 Jahre Singkreis Rauenberg.
Pfarrer Andreas Rennig begrüßte die zahlreichen Gottesdienstbesucher und betonte den segensreichen Einfluss, den Gruppen und Kreise wie der Singkreis auf das Gemeindeleben haben.
Der Singkreis bereicherte den Gottesdienst mit vielen Liedvorträgen.

Am Ende des Gottesdienstes überreichte Pfarrerin Sandra Alisch Frau Urbanczik, Leiterin des Singkreises, neue Liederbücher als Dank für die langjährige Arbeit und als Ansporn für die Zukunft.

Bei einem kleinen Umtrunk nach dem Gottesdienst war Zeit für Begegnungen und Austausch.

Als Ehrengast durften wir den ehemaligen und langjährigen Pfarrer der Paulusgemeinde Hans-Georg Schmitz mit Ehefrau Eva begrüßen.

"In Malsch ist alles anders" Bericht von der Orgelfahrt nach Waldkirch

Diesen Satz hörten Freunde und Mitglieder der evangelischen Paulusgemeinde am Sonntag, dem 17. September gleich mehrfach und wunderten sich warum bei Ihnen alles so anders sein sollte.
Aber von Anfang an: In aller Frühe machte sich die Gemeinde aus Rauenberg und Malsch auf den Weg nach Waldkirch im Breisgau. Waldkirch? Genau, das ist die weltweit für das Orgelbauhandwerk bekannte Kleinstadt im Schwarzwald. Und deshalb war diese Stadt unser Ziel, genauer gesagt der Orgelbaubetrieb Jäger und Brommer. Denn nachdem das neue Paulus-Haus im Malsch vor etwa einem Jahr seiner Bestimmung übergeben wurde, nähert sich nun auch die Fertigstellung des letzten und aufwendigsten Einrichtungsstücks unserer Kirche dem Ende: Der neuen Kirchenorgel.

Einer Einladung der Orgelbaufirma Jäger & Brommer folgend, reisten wir am vergangenen Sonntag nach Waldkirch, um unsere gerade im Zusammenbau befindliche Orgel in der Werkstatt in Augenschein nehmen zu können. Angefangen vom Gehäuse konnten wir alle Einzelteile auf den Werkbänken aufgereiht sehen: Die Tastatur, das Windwerk, die Windladen, den Spieltisch und seine feine Mechanik und die bereits fertiggestellten Holzpfeifen. Mancher hörte in seinem Inneren nach der interessanten und begeisternden Erläuterung durch Herrn Jäger bereits den Klang des Instruments im Paulus-Haus. Und dann kam es: Normalerweise wird der Subbass stehend aufgebaut, aber wegen der fehlenden Raumhöhe ist er in Malsch an der Decke hängend montiert, normalerweise ist die Spieltischmechanik oberhalb der Klaviatur angeordnet, in Malsch ist da aber das zusätzliche elektrische Keyboard untergebracht, normalerweise entfaltet sich der Klang aus dem Gehäuse heraus in den Raum, in Malsch ist aber der Nebenraum ein zusätzlicher Resonanzraum und deshalb entwickelt sich der Klang da anders…kurzum: In Malsch ist alles anders!

 

Zuletzt geleitete uns Herr Brommer dann durch das firmeneigene Museum, in dem historische Drehorgeln und andere Musikautomaten aus Waldkirch liebevoll restauriert und wunderbar klingend vorgeführt wurden.

 

Nach dem anschließenden Mittagessen führten uns unsere Organisten Herr Lentz und Herr Merkle in die evangelische Kirche in Waldkirch Kollnau, in der sich eine Orgel aus dem Hause Jäger & Brommer befindet und gemeinsam mit Frau Potschies an der Flöte bereiteten sie uns einen phantastischen Ohrenschmaus und einen gelungenen Abschluss unseres kleinen Gemeindeausflugs. Vielen Dank für die Gastfreundschaft und die interessante Führung an die Firma Jäger & Brommer sowie an unsere drei Musiker für ihr tolles Konzert.

 

Denn "Paulus soll gehört werden"

Paulusgemeinde will Glockenturm für 120.000 Euro errichten

Zur jährlichen Gemeindeversammlung der evangelischen Paulusgemeinde konnte Heinz-Otto Zilch die Interessierten nach dem Sonntagsgottesdienst begrüßen.

Ältestenkreis-Vorsitzende Ursula Zachmann blickte auf den langen schwierigen Prozess von der Entscheidung zum Abriss der alten Malscher Johanneskirche bis zur Fertigstellung des neuen Paulushauses im vergangenen Oktober zurück. Dennoch sei im neuen Gemeindehaus an der Rotenberger Straße noch nicht alles vollendet, die bereits finanzierte und in Auftrag gegebene neue Orgel werde gerade gebaut, und kleine Baumängel würden sichtbar.

Ein besonders großer Wunsch der Paulusgemeinde sei es, die drei evangelischen Glocken der abgerissenen Johanneskirche wieder zum Klingen zu bringen, so Pfarrerin Sandra Alisch. Eine Umfrage unter den Gemeindemitgliedern habe ergeben, dass man sich einen Turm mit möglichst allen drei Glocken wünsche. Diese sind seit ihrer Abnahme im April 2015 bei der Firma Metallbau Menges-König in Rotenberg eingelagert.
Laut der Pfarrerin gäbe es nur einen möglichen Standort für den Turm, hinter dem neuen Schaukasten an der Straßenecke Rotenberger- / Mozartstraße. Dieser Standpunkt würde den Glockenturm sichtbar machen und dadurch das Paulushaus eindeutig als Kirche identifizieren. Der Architekt des Paulushauses sei mit den Planungen für einen Glockenturm beauftragt.
120.000 Euro sind für das Bauprojekt veranschlagt, wovon 40 Prozent die Landeskirche trägt und 20 Prozent durch ein langfristiges Darlehen gedeckt werden. Die restlichen 48.000 Euro muss die Paulusgemeinde selbst durch Spenden aufbringen.
Hierzu hat sich im November 2016 in der Gemeinde eine Fundraising-Gruppe unter dem Leitmotiv „Paulus soll gehört werden“ zusammengefunden. Diese habe es sich zum Ziel gemacht, in den nächsten drei Jahren die 48.000 Euro zu sammeln. Erst wenn das Geld zusammen sei, könne der Auftrag zum Turmbau erteilt werden.

Nach den Sommerferien gibt die Paulusgemeinde den Startschuss zu einer Reihe von Aktionen für den Glockenturm. So findet am 17. September 2017 eine Orgelfahrt nach Waldkirch zum Orgelbauer Jäger und Brommer statt, wo die neue Orgel der Gemeinde gerade gefertigt wird. Am 3. Dezember 2017 findet ein Adventskonzert mit der Blechbläsergruppe „Blech Hoch 5“ und Jan-Luca Lentz an der Orgel in der St. Nikolauskirche Rotenberg statt. Ab dem 20. Januar 2018 bietet die Gemeinde in Kooperation mit dem „Chacha Club Wiesloch“ eine Reihe von Veranstaltungen unter dem Motto „Ball-Fit-Tanz“ im Paulushaus in Malsch an. Zudem bietet Pfarrerin Alisch, die begeisterte Hobby-Malerin ist, eine Reihe ihrer Kunstwerke zum Verkauf an.
Sonderkollekten in verschiedenen Gottesdiensten, ein Flohmarkt, ein Künstlermarkt, Flyer und ein großes Banner am Paulushaus, welches auf die Spendenaktion hinweisen soll, sind weiterhin geplant.
Heinz-Otto Zilch rief die Gemeindemitglieder zu Spenden-Daueraufträgen an die Paulusgemeinde auf, um die Finanzierung des Glockenturms voranzutreiben. Nur so könne es gelingen, in drei Jahren einen Turm zu haben und Paulus wieder zu hören.
Bericht : Benjamin Starke

3. Rauenberger Sprech-Café war wieder wunderschön!

Am 5. Juli fand im MundWerk das 3. Sprech-Café für Frauen und Kinder aller Nationalitäten statt. Angelehnt an das türkische Zuckerfest hieß das Motto des Nachmittags „Wir feiern ein Süßigkeitenfest!“.
Wie sehr freuten wir uns, dass sich pünktlich zum Beginn des Programms eine schöne Teilnehmerzahl zusammengefunden hatte. Auch zwei angehende „Spracherzieherinnen“ der Berufsfachschule Sancta Maria in Bruchsal konnten wir begrüßen. Sie wollten sich das Konzept unserer „Frauen-Kinder-Nachmittage ansehen“, um die Idee vielleicht in ihrer Gemeinde oder in der Elternarbeit ihrer Einrichtung aufzugreifen.
Unser Gute-Laune-Einstiegslied „Simama-Ka“ wurde dieses Mal nicht nur in Afrikanisch, sondern auch in Türkisch gesungen. An diesem Mittag blieben wir im Kreis unter dem Schatten spendenden Kirschbaum sitzen und hörten neugierig zu, wie manche Kinder und Frauen über die Fastenzeit, den „Ramadan“ und über das Zuckerfest erzählten. Im Anschluss daran erarbeiteten wir gemeinsam, was wir zum „Feste feiern“ benötigen. Begriffe wie „Luftschlangen“ und „Girlanden“ wurden so besprochen, dass die Kinder und Frauen sie gleich anschauen und auch gleich benutzen konnten. Gemeinsam schmückten wir also unseren Kirschbaum und bereiteten somit in guter Laune die spätere Feier vor.
Zum Feste-feiern darf auch ein Spiel nicht fehlen und Musik gehört auch dazu! Natürlich! Daniela Lieske führte mit den begeisterten Kindern das beliebte Partyspiel „Topfschlagen“ durch. Jedes Kind erhielt somit eine kleine Süßigkeit, die zuvor von den ehrenamtlichen Helferinnen in kleine Päckchen gepackt wurden.
Und was ist mit der Musik? Jetzt wurde von Ulrike Ihle-Herzel die Gitarre hervorgeholt und sie stellte frei nach der Melodie von „Ich mag den Frühling“ ein selbst erfundenes Lied vor. Dabei erarbeitete sie mit den anwesenden Kindern die Wörter durch gezeigte Bilder, die die Kinder halten durften. Gemeinsam sangen wir: „Ich mag die Sonne, …den Baum, den Rasen, die Blumen, das Wasser und ich mag die Kinder.“ - … . Jetzt waren die Kinder dran: „Was mögt ihr“? – war da die Frage. .. Und im Nu hatten die Kinder eine weitere Strophe gedichtet, die wir zusammen sangen.
Habt ihr / haben Sie bemerkt, dass wir somit ganz nebenbei die Grammatik geschult haben? Wie schwer fällt es unseren Deutsch-lernenden Freunden doch, die Artikel anzuwenden. – In vielen anderen Sprachen gibt es sie nämlich gar nicht. Dass sie hierfür ein „Bauchgefühl“ bekommen und sie spielerisch anwenden, dafür trägt dieses Lied bei.
Bei mitgebrachtem Kuchen und Laugenstangen, Kaffee, kalten Getränken und vielen netten und herzlichen Gesprächen, ließen wir den Mittag ausklingen.
Um diese schönen Sprech-Café-Mittage durchführen zu können, hat sich ein großer Kreis an Kooperationspartnern zusammengefunden. Daniela Lieske (GVV Rauenberg) und Ulrike Ihle-Herzel (MundWerk) erhalten aktive Hilfe von vielen Frauen vom Rauenberger Asylkreis, von der Seelsorgeeinheit Letzenberg und von der evangelischen Paulusgemeinde Wiesloch. All diesen HelferInnen möchten wir ganz herzlich danken.
Weitere Sprech-Cafés finden jeweils mittwochs am 4. Oktober und 15. November statt. Wir freuen uns schon jetzt auf alle Frauen und Kinder verschiedenster Nationalitäten!

Rauenberger Veranstaltungsreihe „Sprech-Café – für Frauen und Kinder aller Nationalitäten“

Auch der zweite „Sprech-Café-Mittag“ war ein schöner Erfolg!

„Simama kaa, ruka, ruka, ruka, Simama kaa“. Lauthals sangen die Frauen und Kinder unseres zweiten Sprech-Cafés beim Begrüßungslied mit. Bei dem afrikanischen Bewegungslied heißt es übersetzt: „Stehen, sitzen, hüpfen, hüpfen, hüpfen, stehen sitzen“. - .. Unter Gelächter machten alle mit und ein fröhlicher Mittag begann im Schatten des großen Kirschbaums im lauschigen MundWerk-Garten.
Nachdem die Kinder, manchmal auch mit Hilfe eines Erwachsenen, an unserer großen Weltkarte stolz ihr Herkunftsland gezeigt hatten, zählten wir eifrig, wie viele Nationalitäten vertreten waren: Es waren Frauen und Kinder da deren Vorfahren aus Syrien, dem Irak, Deutschland, der Türkei, aus Nigeria und aus Indien stammten. – Mehr als eine ganze Hand voll!
Danach ging es für die Frauen im abdunkelbaren Seminarraum weiter. Dort zeigten dieIntegrationsbeauftragte Daniela Lieske und die Katholische Gemeindereferentin der Seelsorgeeinheit Letzenberg Bettina Hartnagel Filmausschnitte des Trailers „English-Vinglish“. In den Szenen ging es um eine indische Frau, die sich – zunächst ohne Sprachkenntnisse – in Amerika in ganz alltäglichen Situationen behaupten musste. – Die Frauengruppe tauschte sich rege aus und diskutierte eifrig.
Währenddessen behandelten auch die Kleinen das Thema „Fremdsein“. Ulrike Ihle-Herzel, Dozentin für Sprachbildung und Leiterin des „MundWerks“, zeigte den interessierten Kindern mit Hilfe eines japanischen Erzähltheaters (Kamishibai) das Buch „Der Biber von Anderswo“. – Ganz empört waren die Kinder an der Stelle, als die beiden Freunde „Schwein“ und „Elefant“ den Biber nicht bei sich wohnen lassen wollten. Während der Vorlesung durften die Kinder sich immer wieder sprachlich einbringen. Sie durften Vermutungen äußern, Sätze mitsprechen und auch Gefühle pantomimisch zeigen. Mit dem Spruch „Zwei Elefanten, die sich gut kannten…“ beendeten wir die Vorleserunde und die Kinder durften sich, ebenso wie die Frauen, bei Kuchen und Getränken stärken.
Als Höhepunkt des Mittags fertigten wir gemeinsam „Freunschaftsbänder“. Hierzu waren schon bunte Wollfäden vorbereitet und unter viel Lachen und Freude konnte jeder ein Band am Handgelenk mit nach Hause nehmen. – Ein schöner Abschluss für einen abwechslungsreichen und fröhlichen Mittag!
Informationen zu Sprech-Café:
Das Sprech-Café wurde vom Rauenberger „Arbeitskreis Asyl“ in Kooperation und Unterstützung mit der Volksbank Kraichgau, der katholischen Kirchengemeinde Letzenberg, der evangelischen Paulusgemeinde Wiesloch, dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg und dem Sprachzentrum MundWerk ins Leben gerufen und soll Einheimische, Migranten und Flüchtlinge zusammenbringen um miteinander reden, basteln und spielen zu können sowie sich besser kennen zu lernen.

Das nächste Sprech-Café findet am Mittwoch, 5. Juli von 16:00 – 18:00 Uhr statt. Um besser planen zu können bitten die Veranstalter um eine formlose Anmeldung unter info@mundwerk-sprachzentrum.de

Abschied und Neuanfang ....
Weggang unseres Organisten und Einführung neuer Kirchenältester

Am Sonntag, den 2. April 2017 konnte Frau Pfarrerin S. Alisch zwei neue Kirchenälteste offiziell in ihr Amt einführen. Zum einen Martina Krause aus Rettigheim, die bereits im Laufe des letzten Jahres neu in das Gremium zugewählt wurde und Steffen Rotsch aus Rauenberg, der seit Beginn dieses Jahres im Ältestenkreis mitwirkt.

Verabschieden mussten wir uns von Eckard Guhl, der über viele Jahre unsere Gottesdienste an der Orgel begleitete. Pfarrerin S.Alisch dankte ihm für sein Engagement und wünscht ihm für die Zukunft Gottes Segen.

Rauenberger Veranstaltungsreihe „Sprech-Café – für Frauen und Kinder aller Nationalitäten“

Die verantwortlichen Mitglieder des Asylkreises Rauenberg freuen sich über den gelungenen Beginn ihrer neuen Veranstaltungsreihe „Sprech-Café - für Frauen und Kinder aller Nationalitäten“. Das Sprech-Café wurde in Kooperation und Unterstützung mit der Volksbank Kraichgau, der katholischen Kirchengemeinde Letzenberg, der evangelischen Paulusgemeinde Wiesloch, dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg und dem Sprachzentrum MundWerk ins Leben gerufen und soll Einheimische, Migranten und Flüchtlinge zusammenbringen um miteinander reden, basteln und spielen zu können sowie sich besser kennen zu lernen. Am Mittwoch, 22.03.2017 fand in den gemütlichen Räumen des historischen Rauenberger Gebäudes MundWerk die erste der im ca. sechswöchigen Rhythmus stattfindenden kleinen Veranstaltungsreihe statt. Der Asylkreis blickt auf eine erfolgreiche Auftaktveranstaltung mit kreativen Aktionen für die Frauen und Kinder, vielen schönen Gesprächen und glücklichen Gesichtern zurück. Das nächste Sprech-Café findet am Mittwoch, 17. Mai von 16:00 – 18:00 Uhr statt. Um besser planen zu können bitten die Veranstalter um eine formlose Anmeldung unter info@mundwerk-sprachzentrum.de

Ökumenischer Neujahresempfang am 15.01.2017

Die evangelische Paulusgemeinde und die katholischen Pfarrgemeinden von Rauenberg, Rotenberg und Malschenberg feierten einen ökumenischen Gottesdienst und begingen im Anschluss den siebten gemeinsamen Neujahrsempfang, erstmals im katholischen Pfarrzentrum Rauenberg.

Gemeindereferentin Antje Glania begrüßte die Gläubigen und freute sich über die gut besetzte Kirche.
Die evangelische Pfarrerin Sandra Alisch predigte ausgehend von der Jahreslosung im Buch Hesekiel 36,26: „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch.“ In Dietrich Bonhoeffers Lied „Von Guten Mächten wunderbar geborgen“, scheine eine solche Heilskraft durch Gott durch, so die Pfarrerin. Die alten Sorgen müssten losgelassen werden durch Vergebung sowie Reinigung. Durch die Öffnung zum Neuen schaffe Gottes Geist Veränderung zum Neuen und Guten.
Im Anschluss an den Gottesdienst traf man sich im katholischen Pfarrzentrum, wo Johann Kienzler im Namen des neuen katholischen Gemeindeteams Rauenberg alle Gäste zum Neujahrsempfang 2017 herzlich willkommen hieß.

Für den Ältestenkreis der evangelischen Paulusgemeinde blickte Ursula Zachmann auf das gerade begonnen Luther-Jahr. Sie betonte, dass die evangelische Kirche nicht die Abspaltung von der römisch-kath. Kirche feiert, sondern dass man aufmerksam machen will auf die ursprünglichen Ideen Luthers, die da sind: Kirche ganz im Dienst des Evangeliums zu sein, so dass die Gute Nachricht in Gottes Wort die Menschen erreichen kann – dazu muss Kirche auch heute noch im Fluss bleiben. Auch wolle man bewusst machen, welch große Bedeutung Luthers Bibelübersetzung bis heute hat. Dabei dürfe man aber auch nicht die umstrittenen Seiten des großen Reformators verschweigen.
Frau Zachmann wies auf zwei besondere Veranstaltungen hin: zum einen auf den ökumenischen Gesprächsabend zum Thema „Bekreuzigen“ am 17.Mai und auf die einwöchigen Kinderbibel-Ausstellung im neuen Paulus-Haus in Malsch, die mit einem Bibel-Entdeckertag am 28.1. beginnt.
Das neue Gemeindezentrum habe die Paulusgemeinde viel Kraft gekostet, sei nach seiner Einweihung aber der neue Stolz der Gemeinde, so Zachmann. Zugleich sprach sie ihren tiefen Dank aus, dass während der Bauphase das Gastsein in den katholischen Gotteshäusern reibungslos funktioniert habe.
Bei den zahlreichen globalen Krisen wünschte sie sich für das neue Jahr, dass das Handeln aller noch stärker von der christlichen Nächstenliebe geprägt sei.
Sie beschloss Ihre Rede mit einem Zitat von Martin Luther:
Für die Toten Wein, Wasser aber für die Lebenden – das ist eine Vorschrift für die Fische.
Freuen wir uns, dass wir Menschen und eben nicht Fische geworden sind – und so den Wein bei Lebzeiten genießen dürfen – sicher zur Freude Luthers und bestimmt auch Jesus….

 

Roswitha Schöttler, Pfarrgemeinderatsvorsitzende der katholischen Seelsorgeeinheit, Letzenberg vermittelte zunächst ihren Dank allen ehrenamtlich Engagierten in den kirchlichen und politischen Gemeinden, erst durch die Vielzahl aktiver Menschen sei ein solch hohes Gemeinwohl in unserer Gesellschaft möglich. Sie erinnerte an die gemeinsame Rom-Wallfahrt im letzten Mai, ein absoluter Höhepunkt. Für das begonnene Jahr 2017 entsandte sie Genesungswünsche an den erkrankten Pfarrer Dr. Thomas Stolle. Die Visitation der Kirchengemeinde durch das Dekanat stünde bevor und das Erzbistum verlange nach einem Gebäudekonzept, da künftig für die Gemeindezentren nur noch 2.238 Quadratmeter der aktuellen 5.561 durch die Diözese bezuschusst werden.
Abschließend rief sie dazu auf einmal monatlich ökumenische Gottesdienste anzustreben.

 

Der Finanzhaushalt der Stadt Rauenberg für das vergangene Jahr 2016 war nach der Rückforderung von Gewerbesteuereinnahmen eine Not, in der viel reduziert werden musste, gab Bürgermeister Peter Seithel offen zu. Dennoch habe die politische Gemeinde 2016 viele kleine Dinge ermöglichen können: In Rauenberg sei das Kinderhaus Märzwiesen erweitert und ein neues Feuerwehrfahrzeug bestellt worden; in Malschenberg konnte der schnelle Internetausbau vorangetrieben werden; in Rotenberg habe die Bachsanierung und die Stadtkernsanierung mit Kanaluntersuchungen begonnen. Zufrieden zeigte sich das Stadtoberhaupt auch mit der Gründung des Arbeitskreises Asyl und der Aufnahme der ersten Flüchtlinge.
Finanziell lasse das Jahr 2017 zwar mehr zu, mit Blick auf die Verschuldung der folgenden Jahre müsse aber mit „angezogener Handbremse“ jedoch nachhaltig gewirtschaftet werden. Besonders dankte Seithel für die gute Zusammenarbeit und kurzen Dienstwege zwischen dem Rat- und den Pfarrhäusern. Er wünschte alle Einwohnern Gesundheit für das bevorstehende Jahr, denn dies sei das Wichtigste.

 

Musikalisch wurde der Empfang mit dem Stück „Wie lieblich ist der Botenschritt“ aus Händels Messias abgerundet. Annette Blatz-Braun glänzte dabei mit ihrem Sopran und wurde am Piano von Professor Franz Wassermann begleitet.
An der Orgel sowie am E-Piano zeigte Michael Fix sein Können.

 

 
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