Pfarrer Dr. Andreas Blaschke

Dr. Andreas Blaschke versieht seinen Dienst in der Petrusgemeinde seit Oktober 2014. Im Interview stellt sich Pfarrer Blaschke der Gemeinde vor:

Ich bin 47 Jahre alt (das ändert sich aber ständig...) und aufgewachsen in Graben-Neudorf. Nach Gymnasium und Abitur in Bruchsal habe ich meinen Zivildienst in der Heidelberger Kinderklinik abgeleistet. Dort habe ich auf der Intensivstation meine Frau Antje kennen und lieben gelernt. Sie ist Kinderkrankenschwester, seit 26 Jahren sind wir mittlerweile verheiratet. Gemeinsam sind uns drei tolle Kinder geschenkt worden: Florian (23), Amelie (19) und Jana (16). In Heidelberg habe ich dann auch Theologie studiert und bei Prof. Klaus Berger zum Thema „Beschneidung“ promoviert. Nach dem Lehrvikariat in Schönau/Odenwald und dem Pfarrvikariat in Schwetzingen bin ich mit meiner Familie schließlich nach Rastatt gezogen, wo ich in den letzten 13 Jahren Pfarrer der Thomasgemeinde war.

Verraten Sie uns, wie Sie Pfarrer geworden sind?
Angefangen hat damals alles im Konfirmandenunterricht: Die Bedeutung des Glaubens und der Gemeinde für mein Leben, die Realität Gottes, die Kraft, die in der Bibel drinsteckt, alles das ging mir da zum ersten Mal so richtig auf! Jesus Christus hat mich gepackt – und seitdem nicht mehr losgelassen. Ich habe in der heimatlichen Kirchengemeinde und im örtlichen CVJM mitgelebt und mitgearbeitet. Irgendwann erwuchs daraus die Idee und der Wunsch, Glauben und Beruf zu verbinden. Dass das letztlich so möglich war, verdanke ich in vielerlei Hinsicht der Unterstützung meiner Frau Antje.

Warum reizt es Sie, ins Gruppenamt nach Wiesloch zu kommen?
Das Gruppenamt reizt mich, weil ich Vielfalt in einer Gemeinde schätze und mich auf ein gutes Miteinander freue. Ich finde: Einer von „meiner Sorte“ ist genug! Daher ist es toll, dass es da noch drei andere erfahrene Hauptamtliche gibt, gemeinsam natürlich mit ganz vielen engagierten Ehrenamtlichen. In dieser Buntheit der Biographien, Begabungen und Glaubenserfahrungen mit dem einen Herrn Jesus Christus seine Gemeinde zu bauen – das ist etwas Großartiges!

Was gefällt Ihnen an Wiesloch?
Sicher noch weitaus mehr als ich bisher schon kennengelernt habe: Viele Ecken und Örtchen in und um Wiesloch habe ich noch gar nicht gesehen und erforscht – aber das kommt alles noch (für gute Tipps aller Art ist unsere Familie dankbar)! Auf den ersten Blick haben es mir aber schon die bunt-gemütliche Kernstadt und natürlich unsere richtig schöne Kirche angetan!

Gibt es etwas Besonderes, auf das Sie sich in Ihrer Arbeit in Wiesloch konzentrieren möchten?
Anstatt irgendein mitgebrachtes „Programm“ durchziehen zu wollen, scheint es mir klüger, erst einmal wahrzunehmen, was da ist: Die beiden Gemeindediakoninnen Jutta Reick und Patricia Schneider-Winterstein arbeiten seit vielen Jahren mit großem Engagement und Herzblut hier in der Gemeinde, ebenso Kantor Christian Schaefer, seit letztem Jahr auch Pfarrer Christian Schwarz, und meine Vorgängerin Susanne Schneider-Riede tat dies gleichermaßen. Alles, was ich dann – im Team – an eigenen Akzenten einbringen will und werde, muss stimmig und dazu passend sein. Deshalb sage ich mir: Erst mal genau hinschauen! Was meine bisherige Gemeindearbeit in Rastatt angeht, waren – neben dem Gottesdienst und der grundlegenden seelsorgerlich-pastoralen Arbeit – Kleingruppen, Taufelternabende und Konfirmandenarbeit besondere Schwerpunkte. Wirklich unverzichtbar scheint mir in einer Gemeinde nur zweierlei zu sein: erstens Jesus Christus und zweitens die Menschen, die er liebt!

Privat: Was sind Ihre Hobbys, was machen Sie gerne zum „Abschalten“?
Ich jogge gerne – in der Regel zwei Mal die Woche. Dabei kann ich supergut abschalten, beten, Musik hören (Depeche Mode, Kraftwerk u.a.), die Predigt vorbereiten usw. Auch habe ich bisher jede Woche Hallenhockey mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden gespielt, früher auch viele Jahre Tischtennis. Ab und an fahre ich mit dem Fahrrad unvernünftig weit nach Frankreich (immer Richtung Paris). Als Ausgleich zum Sport esse ich sehr gerne, gerade auch im Kreis der Familie. Ansonsten interessiere ich mich seit vielen Jahren für Typographie, Layout und Gestaltung.

Interview: aw

 

 
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