Pfarrerin Susanne Schneider-Riede

Susanne Schneider-Riede wurde am 14. März 2003 von der Synode des damaligen Kirchenbezirks Wiesloch zur Dekanin gewählt. Damit wurde sie gleichzeitig Gemeindepfarrerin der Johannesgemeinde. Auch nach der Fusion des Kirchenbezirks Wiesloch mit dem Nachbarbezirk Schwetzingen am 1. April 2008 ist sie Pfarrerin unser Gemeinde - jetzt der Petrusgemeinde - geblieben.

Könnten Sie uns ein bisschen über sich erzählen?


Ich wurde 1962 in Konstanz am Bodensee geboren und ging dort bis 1981 zur Schule. Ich war in der Kinder- und Jugendarbeit unserer Kirchengemeinde engagiert, wo ich auch meinen späteren Ehemann kennen gelernt habe. Danach habe ich in Tübingen, Bern und Heidelberg Theologie studiert.

Wie kamen Sie gerade auf Theologie?

Das war ganz spannend für mich. Während meiner Konfirmandenzeit hatte ich den Wunsch, Gemeindediakonin zu werden. Wir hatten damals nämlich einen guten Gemeindediakon. Als ich es ihm erzählt habe, sagte er: "Du spinnst – Du kannst Latein und Griechisch, studier´ Theologie!" Und das habe ich dann gemacht; mein Mann übrigens ebenso, aber er war mir immer ein Jahr voraus (lacht).

Sie waren zuvor Landesjugendpfarrerin. Was waren da Ihre Aufgaben?

Ich habe das Amt für Kinder- und Jugendarbeit im Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe geleitet, mit Schwerpunkt Personalführung. Ich war zuständig für die Kinder- und Jugendarbeit in der Landeskirche, sozusagen die "lebendige Brücke" zu allen Jugendverbänden wie EGJ, Pfadfinder usw. Außerdem begleitete ich die Bezirksjugendreferenten und Bezirksjugendreferentinnen in fachlicher Hinsicht. Es ist für mich also ein wenig "Neuland", nach zwei Sonderpfarrämtern wieder in einer Gemeinde zu sein.

Was sind Ihre persönlichen Schwerpunkte?

Besonders die Gottesdienstgestaltung ist mir sehr wichtig. Und was mir noch sehr am Herzen liegt: Die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen, gabenorientiert im besten Sinne. Das ist ja eine riesige Gestaltungsaufgabe, Kirche besteht ja hauptsächlich aus Ehrenamtlichen.

Bei uns gibt es eine starke Kirchenmusik. Wie ist Ihr Verhältnis dazu?

Die Musik spielt natürlich eine ganz wichtige Rolle in der Gemeinde. Zuerst der Gottesdienst: Er steht und fällt mit der Musik, da ist mir eine gute Zusammenarbeit mit den Organisten und mit Herrn Schaefer, dem Kantor, wichtig. Und es ist mir wichtig, dass Kirche auch ein Raum für verschiedene Musikstile ist. Es gibt verschiedene Menschen und Musikprägungen; in meinem Pfarrvikariat an der Heiliggeistkirche in Heidelberg habe ich erlebt, wie die Musik dort einen sehr hohen Stellenwert hatte, das war wirklich toll. Ich liebe Bach, aber freue mich auch, wenn neue Musik einen Ort hat in der Kirche.

(Quelle: DIE STADTKIRCHE 3/03)

 

 
top